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Feindwärts der Mauer

Das Ministerium für Staatssicherheit und die West-Berliner Polizei

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Klaus Schroeder and Jochen Staadt

Die West-Berliner Polizei war die am intensivsten durch den DDR-Staatssicherheitsdienst überwachte Berufsgruppe im freien Teil der Stadt. West-Berlin lag aus Sicht des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) feindwärts der Mauer. Der Staatssicherheitsdienst sah in der West-Berliner Polizei eine bewaffnete gegnerische Kraft, die es im Krisenfall auszuschalten galt. Deswegen versuchte das Ministerium für Staatssicherheit der DDR mit immensem Aufwand, alles über die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung der West-Berliner Polizei in Erfahrung zu bringen. Bislang wurden keine vergleichbaren Datensammlungen zu einer anderen West-Berliner Institution festgestellt. Der Forschungsverbund SED-Staat hat im Auftrag des Polizeipräsidenten in Berlin die MfS-Akten zur West-Polizei ausgewertet und in dieser Studie zusammengefasst.
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Die „Demokratische Polizei“

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Die Demokratische Polizei

Ein Blatt für Polizisten und ihre Frauen

Von Andreas Petersen

Im August 1954 bekamen West-Berliner Polizisten erstmals Post von gewerkschaftlich engagierten Kollegen. Im Couvert befanden sich zwei gelbliche Blätter im A4-Format mit dem Titel: „Demokratische Polizei. Organ der Gruppe der Demokratischen Polizeibeamten Berlins“. Das angebliche Informationsschreiben von Kollegen für Kollegen kam zuerst unregelmäßig, bald monatlich, dann alle zwei Wochen, mit Unterbrechungen fast fünfzehn Jahre lang. Zum Inhalt läßt sich beispielhaft die Mai-Ausgabe 1962 anführen:

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