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Psychotraumatherapeutische Behandlung von Patienten nach Akutem Herzinfarkt

Eine Psychotherapievergleichsstudie in der stationären Rehabilitation

Klaus Thomsen

Der Akute Herzinfarkt ist für die betroffene Person ein beängstigendes Erlebnis. Oft tritt er ohne Vorwarnung ein. Jeder siebente Patient entwickelt danach eine Posttraumatische Belastungsstörung mit psychischen Symptomen wie Ängstlichkeit, Depressionen, Reizbarkeit und Flashbacks. Dies ist ein weiteres Risiko für einen erneuten Infarkt und beeinträchtigt den Heilungsverlauf. Kann Psychotraumatherapie mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) diesen Patienten helfen, sich schneller und nachhaltiger emotional zu stabilisieren?
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3: Herzerkrankung und Psychotherapie

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Dipl.-Psych. Klaus Thomsen Psycholog. Psychotherapeut Reha-Klinik Damp

Herzerkrankung und Psychotherapie

In der Anschlussheilbehandlung nach einer Koronaren Herzerkrankung ist psychologische Beratung in Form von Gruppentherapien zur Entspannung und Stressbewältigung vorgesehen.

Psychosoziale Risikofaktoren stehen in internationalen Untersuchungen in der Bedeutung an dritter Stelle kurz hinter erhöhten Blutfettwerten und Nikotinmissbrauch und bedürfen daher einer besonderen Aufmerksamkeit.

Auch die Umstände einer Herzerkrankung führen anschließend häufig zu einer erhöhten psychischen Belastung, was sich auf die Krankheitsverarbeitung hemmend auswirken kann.

In unserer Untersuchung, an der Sie teilnehmen, wollen wir überprüfen, ob eine frühzeitige intensive Einzelberatung in der Reha zu schnellerer Stabilisierung und entsprechender Lebensstilanpassung führt.

Wir wollen die psychischen Folgen einer Herzerkrankung u.a. mit Methoden der psychologischen Traumatherapie behandeln. Mit einem körperlichen Trauma, in unserem Falle einer plötzlich auftretenden Koronaren Herzerkrankung, geht auch oft ein seelisches Trauma einher. Die Folgen: Verunsicherung, Vertrauensverlust in die normale Körperfunktion, Ängste oder Deprimiertheit.

Die Methode, die im Rahmen der Beratung zum Einsatz kommt, hat den komplizierten Namen „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ oder kurz EMDR (deutsch: Augenbewegungstherapie). Sie hat sich als wissenschaftlich hilfreiches Verfahren bei Opfern von Gewalt, Unfällen oder auch existentiell bedrohlichen Krankheiten erwiesen. Wir wollen die Wirkung bei Koronarerkrankungen überprüfen.

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