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Psychotraumatherapeutische Behandlung von Patienten nach Akutem Herzinfarkt

Eine Psychotherapievergleichsstudie in der stationären Rehabilitation

Klaus Thomsen

Der Akute Herzinfarkt ist für die betroffene Person ein beängstigendes Erlebnis. Oft tritt er ohne Vorwarnung ein. Jeder siebente Patient entwickelt danach eine Posttraumatische Belastungsstörung mit psychischen Symptomen wie Ängstlichkeit, Depressionen, Reizbarkeit und Flashbacks. Dies ist ein weiteres Risiko für einen erneuten Infarkt und beeinträchtigt den Heilungsverlauf. Kann Psychotraumatherapie mit Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) diesen Patienten helfen, sich schneller und nachhaltiger emotional zu stabilisieren?
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5. Methodisches Vorgehen in der Rehabilitationsforschung

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Deutschland hat eine historisch gewachsene Rehalandschaft mit einem Schwerpunkt auf der stationären Rehabilitation (früher „Kur“). Nach mehreren gesetzlichen Einschnitten in den 1990er Jahren, wie der Verkürzung der durchschnittlichen Klinikaufenthaltszeit, der Einführung einer Tagessatzzuzahlung der Rehabilitanden und der Erhöhung der Indikationsschwelle, steht sie zunehmend unter Legitimationsdruck gegenüber den Kostenträgern, den Sozialversicherten und den Steuerzahlern. Der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (1995) fordert in seinem Sondergutachten mehr Ergebnisorientierung im Gesundheitswesen.

Wie steht es um die Effektivität der stationären kardiologischen Rehabilitation?

Die Bielefelder Arbeitsgruppe um Bernhard Badura (Grande et al. 2002, siehe auch Abschnitt 2.1) verglich in den Jahren 1992 bis 1996 in ihrem „Modellprojekt Kardiologische Rehabilitation“ die Ergebnisse von ambulanter mit stationärer Rehabilitation hinsichtlich des körperlichen Gesundheitszustandes (Gesamtcholesterin, systolischer Blutdruck, kardiale Ereignisse), der Verhaltensmodifikation (Stressreduktion, Raucherentwöhnung), der Lebensqualität (Depressivität und Wohlbefinden) und der Erwerbstätigkeit. Es wurden 353 PatientInnen und ihre ÄrztInnen befragt. Der Drop-out der PatientInnen nach drei Jahren lag lediglich bei 24%.

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