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Studien zur gesanglichen Stimmgebung in der traditionellen Musik Koreas: «pômp’ae»

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Eun-Yeong Yang

Diese Arbeit ist die erste deutschsprachige Monographie zur buddhistischen Ritualmusik Koreas. Das engere Ziel der Studie besteht in der Analyse der Stimmgebung im Ritualgesang pômp’ae mit Hilfe schallanalytischer Techniken, die nach der Methode der Wiener Schule der Vergleichend-Systematischen Musikwissenschaft entwickelt wurden. Die Autorin, die selbst Unterricht im Ritualgesang genommen hat, stellt ihre Untersuchungen in das Gesamtkonzept der buddhistischen Ritualmusik Koreas. Den Rahmen der Arbeit bildet die detaillierte Darstellung der geschichtlichen Entwicklung von Ritualmusik und Ritualtanz, der Praxis der buddhistischen Rituale und des Stellenwertes der Ritualmusik in der koreanischen Musik.
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2 Geschichtliche Entwicklung

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2GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG

Die Geschichte des Buddhismus lässt sich nach Conze (1984: 11) in Perioden von je 500 Jahren unterteilen. In der ersten Periode (500 v. Chr. bis Beginn der Zeitenwende) blieb der alte Buddhismus (Theravâda, später als Hinayana-Buddhismus, skt. kleines Fahrzeug zur Erlösung bezeichnet)18 im Wesentlichen auf Indien und Ceylon beschränkt. Erst in der zweiten Periode (Beginn der Zeitenwende bis 500 n. Chr.) breitete sich diese Religion in Gestalt des Mahayana-Buddhismus19 (skt. großes Fahrzeug zur Erlösung) von Zentralasien nach China und im weiteren Verlaufe nach Korea aus, von wo der Buddhismus zu Beginn der dritten Periode (500–1000) nach Japan kam. In dieser Periode, welche durch den Tantrayana-Buddhismus20 (skt. Fahrzeug der Tantra-Sekte) geprägt wurde, entwickelte sich auch außerhalb Indiens das buddhistische Denken, wie ch'an in China. Nach 1000 n. Chr. trat der Buddhismus in Indien und Zentralasien gegenüber dem Islam in den Hintergrund (Abb. 2.1).

Das Ziel des historischen Buddha Shâkyamuni (kor. Sôkkamonibul) war die Erlösung der leidenden Wesen aus dem Kreislauf der Wiedergeburten (skt. Samsara). In der Lehre der „vier edlen Wahrheiten“ von der Entstehung und der Überwindung des Leidens21 wurde das weltliche Dasein als „Leid“ bewertet, und zur Befreiung vom Leid forderte Buddha die Befolgung des “achtfachen Pfades“ (skt. Aryastanga-marga, kor. P'aljôngdo).22 Buddha verkündete das Gesetz von Ursache und Wirkung. Die Folge der nachwirkenden Tat (skt. karma, kor. ôp) bindet die Lebewesen an irdische Wiedergeburt. Die Erl...

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