Show Less
Restricted access

Studien zur gesanglichen Stimmgebung in der traditionellen Musik Koreas: «pômp’ae»

Series:

Eun-Yeong Yang

Diese Arbeit ist die erste deutschsprachige Monographie zur buddhistischen Ritualmusik Koreas. Das engere Ziel der Studie besteht in der Analyse der Stimmgebung im Ritualgesang pômp’ae mit Hilfe schallanalytischer Techniken, die nach der Methode der Wiener Schule der Vergleichend-Systematischen Musikwissenschaft entwickelt wurden. Die Autorin, die selbst Unterricht im Ritualgesang genommen hat, stellt ihre Untersuchungen in das Gesamtkonzept der buddhistischen Ritualmusik Koreas. Den Rahmen der Arbeit bildet die detaillierte Darstellung der geschichtlichen Entwicklung von Ritualmusik und Ritualtanz, der Praxis der buddhistischen Rituale und des Stellenwertes der Ritualmusik in der koreanischen Musik.
Show Summary Details
Restricted access

3 Einführung in das buddhistische Ritual

Extract

3EINFÜHRUNG IN DAS BUDDHISTISCHE RITUAL

Die Musik bildet einen integrierenden Bestandteil des Rituals und ist fest an die Aufgabe, die Art, die Gliederung und die Dauer des Rituals gebunden. Sie muss daher im Zusammenhang mit dem Ritual betrachtet werden. Das mit dem Begriff kongyang (Nahrung, skt. pujana) verbundene Ritual des Buddhismus ist nur eine Art der Religionsausübung unter mehreren. Kongyang bezieht sich im Allgemeinen auf verschiedene Opferdarbringungen und gemeinsame Speisungen, die meistens während der Zeremonie ausgeführt werden. Diese Opferrituale, die als „Verdienst erwerben“ betrachtet werden, wurden zum Merkmal der Ritualaufführung und zum Hauptbestandteil der verschiedenen Ritualhandlungen. Weil die ursprüngliche Form des Opferrituals das „Ernähren“ bedeutete, nimmt man an, dass bei der ursprünglichen Ritualpraxis nur die Nahrungsmittel geopfert und erst später Beiwerk, wie Weihrauch, Lampe, Blumen, und dazu noch Ritualkunst (Musik und Tanz) hinzugefügt wurden, um dem Ritual eine würdevolle Stimmung zu verleihen und dessen Wirkung zu erhöhen. Die Nahrungsmittel werden unter Rezitation von Sutren, Lob- und Bittgesängen gemeinsam mit der Aufführung von Tänzen geopfert, um den Segen und den Schutz Buddhas zu erbitten und um Verdienste zu erwerben. Damit wird die Wiedergeburt im Amitabhas-Paradies Sukhavati begünstigt: für sich selbst, für alle Lebewesen der Welt und für die Seelen der Toten. Die Gegenstände, die Buddha oder den Totenseelen dargebracht werden, wie Speise, Weihrauch, Blumen etc., werden als materielle, die Ritualgesänge als verbale (oder Klangopfer) und die Ritualtänze...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.