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Liberale Europapolitik 1949–1989

Die Europapolitik der FDP zwischen 1949 und 1989- Mit einem Vorwort von Hans-Dietrich Genscher

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Andreas Moring

Diese Arbeit untersucht die Europapolitik der Freien Demokratischen Partei zwischen dem Zeitpunkt der deutschen Teilung und dem Fall des Eisernen Vorhangs. Ziel ist es, die Traditionen liberaler Europapolitik und deren Anpassung an die sich wandelnden nationalen und internationalen Umstände aufzuzeigen und zu erklären. Welche Gruppen und Persönlichkeiten vertraten welche Interessen und Ziele? Wer setzte sich durch und warum? Was war an der Politik der FDP eigentlich liberal? Folgten die Liberalen in Deutschland einem bestimmten Leitbild der Integration? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Diese Arbeit ist die erste umfassende wissenschaftliche Darstellung und Analyse des Themenbereichs und vereint politikwissenschaftliche und historische Perspektiven, um ein profundes Verständnis liberaler Europapolitik im Kalten Krieg zu erreichen.
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Parteiprogramm, Realität und Parteiinteresse Einführung von Helmut Stubbe da Luz

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Das Vorwort von Herausgeberseite dient dem Zweck, die hier veröffentliche Arbeit in den Zusammenhang der Reihe DemOkrit zu stellen, die von einem inhaltlichen Motto bestimmt ist, von einer Tendenz - von dem Standpunkt nämlich, dass jede wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Parteienthema kritisches Potential aufweist, weil die Realität der regelmäßig menschlich-allzumenschlich ablaufenden politischen Praxis anders aussieht als das Bild, das die Akteure davon gemeinhin entwerfen und verbreiten. Das haben Parteien mit anderen Kollektivakteuren gemein, die ebenfalls „etwas zu verkaufen“ haben und deshalb für sich und ihre Produkte Reklame machen – Wirtschaftsunternehmen vor allem und Interessenverbände. Daran können und sollen sie nicht gehindert, aber es muss ihnen allen ein Art von Verbraucherschutz entgegengestellt werden. Wählerinnen und Wähler können als Politikverbraucher verstanden werden; sie tauschen ihre Stimmzettel gegen politische Akte, von denen ihnen zuvor – durch die Verbreitung von Programmen – ein Bild gemacht worden ist, ein Angebot. Die Machtadressaten, die nicht zur Wahl gehen, haben gleichfalls ein legitimes Interesse daran, zu wissen, was Parteien (ebenso wie Unternehmen und Verbände etc.) tun und treiben: Sie sind zu erheblichen Anteilen potentielle Wähler, gesetzestreue Staatsbürger oder zumindest Gesellschaftsmitglieder und zuverlässige Steuerzahler. Parteienforschung ist die Grundlage jeglicher politischen Bildung – nicht nur, aber vor allem im Parteienstaatswesen.

Im Reihentitel „Parteienkritik und Parteienhistorie“ ist „Parteienkritik“ der weitergehende, umfassendere Begriff: Er bezieht sich auf die explizite und implizite Kritik, die sich aus sozialwissenschaftlichen Untersuchungen ergibt, ferner auf wissenschaftlich fundierte politische Stellungnahmen, sodann auf...

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