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Sprachen und Kulturen in Inter(Aktion)

Teil 2 – Linguistik, Didaktik, Translationswissenschaft

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Edited By Nikolaos Katsaounis and Renate Sidiropoulou

Transdisziplinäre Sichtweisen werfen interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen auf und eröffnen neue Forschungswege. Diesem Anspruch will der vorliegende Sammelband gerecht werden. Durch die Überschneidung der Disziplinen lassen sich Problembereiche der «Sprachen und Kulturen und ihre Interaktion» darstellen, welche die Komplexität der modernen Gesellschaften reflektieren und zu höheren Abstraktionsebenen führen. Die Beiträge beschäftigen sich mit linguistischen Themenbereichen im deutsch-griechischen und anderen Kontexten, Pragmalinguistik, fremdsprachlicher und Multiliteralitätsdidaktik, translatorischen Fragen sowie mit Interkulturalität und Spannungsfeldern v.a. deutsch-griechischer Divergenzen aufgrund der aktuellen politischen Lage.
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Kommunikation im DaF-Unterricht. Lehrer-Aufforderungen an die Schüler

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Evangelia Karagiannidou1

In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit Lehrer-Aufforderungen in griechischen DaF-Klassen. Besonders interessant in dem mir vorliegenden transkribierten Material zur Unterrichtskommunikation ist die Verwendung des Ausdrucks «Θέλω να κάνετε …» (Ich will/möchte, dass ihr … tut/macht) in den Aufforderungen der Lehrer/innen an die Schüler/innen. Bei der Untersuchung dieser Äußerungen ergeben sich Fragen wie:

-Warum drücken die Lehrer/innen bei Aufforderungen im Griechischen ihren Wunsch explizit (mit θέλω) aus, während sie im Deutschen vorwiegend den Imperativ verwenden? Warum benutzen sie θέλω, wobei sie durch die Sprecherdeixis „ich“ zunächst auf sich verweisen? Auf die Lernenden fokussieren sie erst danach durch die Hörerdeixis „ihr“ und verbalisieren dabei das, was diese tun sollen.

-Warum wird nicht auch im Griechischen in diesen Fällen der Imperativ eingesetzt, der ja dieselben Funktionen wie im Deutschen hat?

-Handelt es sich vielleicht um eine spezifische Ausdrucksweise aus der griechischen Lehrtradition?

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