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Sprachen und Kulturen in Inter(Aktion)

Teil 2 – Linguistik, Didaktik, Translationswissenschaft

Series:

Nikolaos Katsaounis and Renate Sidiropoulou

Transdisziplinäre Sichtweisen werfen interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen auf und eröffnen neue Forschungswege. Diesem Anspruch will der vorliegende Sammelband gerecht werden. Durch die Überschneidung der Disziplinen lassen sich Problembereiche der «Sprachen und Kulturen und ihre Interaktion» darstellen, welche die Komplexität der modernen Gesellschaften reflektieren und zu höheren Abstraktionsebenen führen. Die Beiträge beschäftigen sich mit linguistischen Themenbereichen im deutsch-griechischen und anderen Kontexten, Pragmalinguistik, fremdsprachlicher und Multiliteralitätsdidaktik, translatorischen Fragen sowie mit Interkulturalität und Spannungsfeldern v.a. deutsch-griechischer Divergenzen aufgrund der aktuellen politischen Lage.
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Literaturgeschichte anhand von Gedichten: ein Praxisbericht

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Gesa Singer1

Laut Waldmann (26) gehören zu einem produktiven Literaturunterricht neben rezeptionsästhetischen Überlegungen auch Aspekte einer literarischen Hermeneutik, die das sinngemäße, literarische, auch intertextuelle sowie kontextuelle Verstehen von literarischen Texten umfassen. In meinem Beitrag möchte ich meine literaturdidaktische Konzeption darstellen, die in den Verlauf eines literaturwissenschaftlich ausgerichteten Seminars eingeflossen ist, das ich mit Studierenden der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie an der Aristoteles Universität durchgeführt habe, sowie über die praktischen Ergebnisse aus dieser Arbeit berichten. Es handelt sich dabei um den Versuch, literarisches und literaturgeschichtliches Wissen anhand von Gedichten im Seminargespräch zu erarbeiten und den Studierenden dabei literaturwissenschaftliches Handwerkszeug zu vermitteln, welches sie im Deutsch-als Fremdsprach-Unterricht nutzen können.

In meinem Seminar galt es daher vorrangig, literaturgeschichtliches Kontextwissen für diese Arbeit fruchtbar zu machen und in einen Gesprächs- und Interpretationsprozess über Lyrik einzubinden sowie letztlich auch die schriftlichen Abschlussarbeiten der Studierenden vorbereiten zu helfen. Am Rande konnte dabei auch die Tragfähigkeit von Epochenbegriffen zumindest angesprochen werden.

Mein Beitrag soll einen Einblick in die Literaturdidaktik von Deutsch als Fremdsprachenphilologie bieten und einen Beitrag zu aktuellen Themenstellungen in diesem Bereich liefern.

Nicht nur in der Auslandsgermanistik begegnet man dem Problem, dass Studierende – sogar in philologischen Studiengängen – zuweilen keinen unmittelbaren Zugang zu Literatur haben und eine Hemmschwelle überwinden müssen, sich mit Literatur unmittelbar auseinanderzusetzen.

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