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Gesetzliches Unrecht: Die Bedeutung des Begriffs für die Aufarbeitung von NS-Verbrechen

Die Rezeption der Radbruchschen Formel in Rechtsprechung und Rechtslehre nach 1945

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Clea Laage

Neubeginn oder Kontinuität nach 1945? In diesem Spannungsfeld steht die von Gustav Radbruch 1946 geprägte Formel gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht auf der Seite des politischen und rechtlichen Neubeginns. Mit dem Begriff des gesetzlichen Unrechts ist ausgeschlossen, dass sich NS-Täter auf das despotische NS-Normensystem berufen. Die Diskussion nach 1945 um den Begriff des gesetzlichen Unrechts und seine positivierte Form, das Kontrollratsgesetz Nr. 10, wird anhand von fünf Fallgruppen analysiert: der NS-Amnestie des Erzberger-Mörders Tillessen, der Denunziationen im NS-Staat, dem Entzug jüdischen Vermögens, der NS-«Euthanasie» und der Justizverbrechen. Die Arbeit beschreibt, wie ein juristischer Neubeginn möglich war.
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Literaturverzeichnis

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ADORNO, T.W. 1959. Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit, in: ders., Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt am Main 1970, S. 10 ff.

ARENDT, H. 1950. Besuch in Deutschland, in: dieselbe, Zur Zeit. Politische Essays, Berlin 1986, S. 43 ff.

ARNDT, A. 1947 a. Das Verbrechen der Euthanasie. Probleme der Frankfurter Euthanasie-Prozesse, in: Der Konstanzer Juristentag (2.-5. Juni 1947), hg. v. der Militärregierung des französischen Besatzungsgebiets in Deutschland, Generaljustizdirektion, Tübingen 1947, S. 184 ff.

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