Show Less
Restricted access

Max Brods Frauenbilder

Im Kontext der Feminitätsdiskurse einiger anderer Prager deutscher Schriftsteller

Series:

Agata Mirecka

Ein Blick auf die Forschungslage zeigt, dass Max Brod zur Gruppe von relativ unbekannten Schriftstellern gehört. Die Gründe dafür liegen in seinem Schattendasein neben Franz Kafka. Der Nachlass Max Brods befindet sich verstreut in verschiedenen Archiven, vor allem in Israel, Deutschland und Österreich. Sekundärliteratur, die aber vorrangig die Frauenfiguren und das Weibliche bei Max Brod darstellt, gibt es kaum. Diese Monographie setzt sich die Interpretation der Frauengestalten zum Ziel, wobei sie sich auf einige ausgewählte Romane und Erzählungen bezieht. Des Weiteren wird versucht, Brods Konzeption der Weiblichkeit ähnlichen Entwürfen anderer Prager deutschen Autoren wie Franz Kafka, Franz Werfel, Oskar Baum und Ludwig Winder gegenüberzustellen. Die Autorin präsentiert die Brodsche Sichtweise hinsichtlich des Weiblichen in der gesellschaftlich stürmischen Zeit von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis zum Tode des Autors.
Show Summary Details
Restricted access

1. Vorwort

Extract



Ein Blick auf die Forschungslage zeigt, dass Max Brod zu jenen Schriftstellern gehört, die auch bei Menschen, die unmittelbar mit Literatur und Literaturwissenschaft zu tun haben, relativ unbekannt sind. Die Gründe dafür liegen unter anderem in seinem Schattendasein neben Franz Kafka, dessen überaus engagierter Förderer er war.

Das Interesse an Max Brod und seiner Zeit wurde bei mir im Rahmen des Seminars zum Thema Expressionismus geweckt, das Frau Dr. Anna Kluba am Institut für Germanistik der Jagiellonen-Universität in Kraków im Sommer- und Wintersemester des Studienjahres 2001/2002 leitete.

Der Nachlass Max Brods liegt verstreut in verschiedenen Archiven, vor allem in Israel, Deutschland und Österreich. Meine Recherchen habe ich hauptsächlich in Wien in der Österreichischen Nationalbibliothek und dem Österreichischen Literaturhaus sowie in der Staatsbibliothek zu Berlin durchgeführt. Die meisten meiner Materialien habe ich in Wien in der Österreichischen Nationalbibliothek gefunden. Die Kataloge der dortigen Bibliothek sind sehr umfangreich, und wenn man nur den Namen „Max Brod“ in die Suchmaschine eingibt, erhält man 177 Treffer, was zu diesem Autor sehr viel ist. Außer den Werken Franz Kafkas, bei denen Brod nur Herausgeber war, kann man dort viele seiner frühen Romane und Erzählungen sowie zahlreiche Publikationen finden, in denen das Leben Brods und sein Schaffen von den Forschern thematisiert wird. Hier meine ich besonders das Buch Max Brod (1972) von Werner Kayser und Horst Grönemeyer, in dem unveröffentlichte Briefe Max Brods an Hugo...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.