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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 1- Bildung – Begeisterung – Freiheit

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Tomasz Stepien

Im Gesamtwerk von Anton Hilckman nimmt die Konzeption der Sinnphilosophie mit der Frage nach dem Sinn von Freiheit, Bildung, Politik, Technik und Geschichte eine besondere Stelle ein. Im Mittelpunkt steht die Konzeption des Menschen als eines für die Freiheit begeisterten Wesens. Freiheit bedeutet aber auch moralische Verpflichtung, womit Hilckman auf die Bedeutung von Bildung bei der Verwirklichung des menschlichen Wesens – der Humanitas – verweist. Seine Sinnphilosophie erscheint als ein Manifest für Freiheit und Würde des Menschen. Zum Teil als Erstveröffentlichungen schließen die in diesem Band erstmalig zusammengestellten sinnphilosophischen Arbeiten Anton Hilckmans eine Forschungslücke in der Philosophie und den Geisteswissenschaften des 20. Jahrhunderts.
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La libertà

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Man wird dies Buch des bedeutenden italienischen Denkers vielleicht zu dem Wesentlicheren rechnen müssen, das zu dem ewig aktuellen Freiheitsproblem gesagt wurde. Martinetti weiß sehr wohl darum, dass dies Problem nicht irgend eine Spezialfrage der Philosophie, sondern dass es eines ihrer zentralsten und wesentlichsten Probleme ist, und dass die Antwort, die hier gefunden wird, allenthalben abhängig ist von der Antwort, die auf die großen metaphysischen Fragen, von denen das Freiheitsproblem unablösbar ist, gefunden wird.

Die erste, größere Hälfte des Buches ist eine historisch-kritische Darlegung der bisherigen Lösungsversuche des Freiheitsproblems. Das erste Kapitel behandelt die in der Antike, in der Scholastik sowie weiterhin die vom theologisch bestimmten Denken gefundenen Antworten auf die Probleme Freiheit, Gnade, Vorherbestimmung. Unmittelbarer zu Martinettis eigenen Problemstellungen hin führt das 2. Kapitel „Der philosophische Indeterminismus“; behandelt werden hier William King, Samuel Clarke, Th. Reid, F. v. Baader, Maine de Biran, Rosmini, Lotze, Wentscher, Renouvier, W. James, der bei unserer Frage eigentlich nur Renouviers These entwickelte und präzisierte, Boutroux Kontingenzlehre, Bergson, Windelband, K. Joël, dem Martinetti sich wohl am stärksten verwandt fühlt, F. Medicus. (Weshalb wird auf Gutberlet nicht eingegangen?) – Die weiteren Kapitel behandeln die verschiedenen Formen des Determinismus, ferner die neuplatonische sowie die kantisch-kritische Lösung des Problems.

Zur Freiheit steht – damit kommen wir auf Martinettis eigene Lehre – nicht der Begriff einer Notwendigkeit in Gegensatz, sondern nur der Begriff des Zufalls und der der Fatalität, d.h. der...

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