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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 1- Bildung – Begeisterung – Freiheit

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Tomasz Stepien

Im Gesamtwerk von Anton Hilckman nimmt die Konzeption der Sinnphilosophie mit der Frage nach dem Sinn von Freiheit, Bildung, Politik, Technik und Geschichte eine besondere Stelle ein. Im Mittelpunkt steht die Konzeption des Menschen als eines für die Freiheit begeisterten Wesens. Freiheit bedeutet aber auch moralische Verpflichtung, womit Hilckman auf die Bedeutung von Bildung bei der Verwirklichung des menschlichen Wesens – der Humanitas – verweist. Seine Sinnphilosophie erscheint als ein Manifest für Freiheit und Würde des Menschen. Zum Teil als Erstveröffentlichungen schließen die in diesem Band erstmalig zusammengestellten sinnphilosophischen Arbeiten Anton Hilckmans eine Forschungslücke in der Philosophie und den Geisteswissenschaften des 20. Jahrhunderts.
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Rassen und Rassenfragen im heutigen Deutschland

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Zu den wenigen Wissenschaften, die sich noch des Interesses sogenannter weiterer Kreise erfreuen, gehört die Anthropologie, oder genauer gesagt, eine Zweigwissenschaft der Anthropologie, die Rassenkunde. Nachdem in den ersten Jahren der Nachkriegszeit ganz andersartige geistige Strömungen die gebildeten Schichten des deutschen Volkes in ihren Bahn zogen – der Name Spengler sagt, an was wir denken – traten dann allmählich, aber mit stets wachsender Wucht ganz andersartige Fragestellungen in den Vordergrund. Aber von all dieser fleißigen und entsagungsreichen Forscherarbeit nahm das große Publikum wenig oder gar keine Notiz. „Interessant“ wurde die Rassenkunde erst, als sie sich auch Europa zuwandte; und das geschah in weiterem und systematischerem Ausmaße eigentlich erst im 20. Jahrhundert. Während der „Gebildete“ des vorigen Jahrhunderts Europa einheitlich von der „kaukasischen“ Menschenrasse bewohnt glaubte, lehrte die aufstrebende junge Wissenschaft jetzt, dass auch Europa von blutverschiedenen Menschenrassen bewohnt sei, dass auch auf dem geschichteschweren Boden unseres alten Kontinentes bereits in prähistorischer Zeit Rassemischungen und Rasseschichtungen stattfanden und ferner, dass die Grenzen der verschiedenen Rassen Europas wenig oder nichts mit den Grenzen der Volkstümer und nach der Verwandtschaft ihrer Sprachen zusammengefassten Völkerfamilien zu tun hatten. Man musste sich abgewöhnen, von einer germanischen, einer lateinischen, einer deutschen, einer schwäbischen Rasse zu reden.

Zwei Wissenschaften mit zwei verschiedenen Gebieten standen hier selbständig nebeneinander, mochten sie sich auch über ihre genauere gegenseitige Abgrenzung noch nicht im Klaren sein: die eine, die Rassenkunde, eine Naturwissenschaft, handelt von den somatisch...

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