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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 1- Bildung – Begeisterung – Freiheit

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Tomasz Stepien

Im Gesamtwerk von Anton Hilckman nimmt die Konzeption der Sinnphilosophie mit der Frage nach dem Sinn von Freiheit, Bildung, Politik, Technik und Geschichte eine besondere Stelle ein. Im Mittelpunkt steht die Konzeption des Menschen als eines für die Freiheit begeisterten Wesens. Freiheit bedeutet aber auch moralische Verpflichtung, womit Hilckman auf die Bedeutung von Bildung bei der Verwirklichung des menschlichen Wesens – der Humanitas – verweist. Seine Sinnphilosophie erscheint als ein Manifest für Freiheit und Würde des Menschen. Zum Teil als Erstveröffentlichungen schließen die in diesem Band erstmalig zusammengestellten sinnphilosophischen Arbeiten Anton Hilckmans eine Forschungslücke in der Philosophie und den Geisteswissenschaften des 20. Jahrhunderts.
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Neue Wege des naturwissenschaftlichen Denkens

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Unter den wenigen Büchern der letzten Jahre, welche durch die Bedeutung der in ihnen ausgesprochenen Gedanken hervorragen und zugleich – diese beiden Dinge sind ja längst nicht immer miteinander verbunden – ihren Verfasser zu einer bekannten Persönlichkeit machten, stehen die Bücher Edgar Dacqués mit an erster Stelle. Schon das erste Werk, mit dem Dacqué über den Bereich seiner Fachwissenschaft, der Paläontologie, hinausschritt, trug seinen Namen in die vielberufenen weiteren Kreise der Gebildeten. Aber schon mit diesem Buche setzte auch gleich ein erbitterter Kampf ein um Dacqué und das Neue, das in seinem Buche nach Gestalt rang. Sein Werk wurde mit Darwins Entstehung der Arten verglichen; man stand nicht an zu sagen, was Darwins Werk für das 19. Jahrhundert gewesen, das bedeutet Dacqués Urwelt, Sage und Menschheit91 für das 20. Und in der Tat, schon der Untertitel des Buches: Eine naturhistorisch-metaphysische Studie, wäre im verflossenen Jahrhundert eine Unmöglichkeit gewesen; als lebensfremden, neben seiner Zeit herlaufenden Sonderling hätte man einen Gelehrten belächelt, der es sich hätte einfallen lassen wollen, ein ‚naturhistorisch-metaphysisches’ Werk zu schreiben. Wenn Dacqué dies heute tut, so ist es kein sich gleichsam neben der Zeitgeschichte abspielendes Ereignis mehr, sondern im Gegenteil gerade der Ausdruck dessen, was unsere Zeit von der Zeit vor etwa achtzig Jahren so von Grund aus unterscheidet.

Naturhistorie durch Metaphysik ergänzen zu wollen, das hätte damals im Zeitalter des Positivismus wie eine Blasphemie geklungen. Für unser...

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