Show Less
Restricted access

Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

Series:

Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
Show Summary Details
Restricted access

Psychologismus als Wurzel des englischen Empirismus

Extract

81

Dem Buche des jungen katholischen Philosophen Hans Pfeil (Der Psychologismus im englischen Empirismus, Paderborn) kommt ohne Frage viel größere Bedeutung zu, als der Titel vermuten lässt. Pfeil gehört zu denjenigen katholischen Philosophen, die eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der modernen Philosophie versuchen; er geht zurück zu den eigentlichen Wurzeln des modernen Denkens, er versucht es aus diesen seinen Wurzeln zu begreifen, um von hier aus eine wirkliche, positive Auseinandersetzung möglich werden zu lassen. Die prinzipielle Bedeutung des Buches scheint uns eine doppelte zu sein: eine systematische und eine problem- und ideengeschichtliche. Ist es zu viel gesagt, dass in dem einleitenden Kapitel erstmalig das eigentliche Wesen des Psychologismus nach allen Seiten hin klar dargelegt wird?

Geistesgeschichtlich wird der Empirismus als eine der Hauptwurzeln des modernen Denkens herausgearbeitet. In ihm hat die Aufklärung im negativen Sinn ihren gedanklichen Höhepunkt. Und für die Metaphysikscheu des 19. Jahrhunderts und zum Teil noch der Gegenwart ist in erster Linie der englische Empirismus verantwortlich. Pfeils Buch geht mit dieser Richtung ins Gericht; es stellt sie aber nicht einfach dar, sondern sucht die Grundgedanken, aus denen sich alles Weitere ergibt, und die Grundirrtümer auf, indem es eben den Psychologismus untersucht. Sowohl in der Auseinandersetzung mit Bacon, Locke, Berkeley, Hume als auch sogar schon innerhalb des Rein-Historischen bringt das Buch viel Neues; so z.B. die Darstellung Bacons als eines programmatischen Denkers. Eine Glanzleistung ist die Darstellung und Aufhellung der Lehre von den allgemeinen Ideen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.