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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Die philosophischen Zeitschriften Italiens

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Die italienische kritische Monatsschrift „Leonardo“, von Federico Gentile herausgegeben, veröffentlichte neulich einen längeren, überaus aufschluss- und inhaltsreichen Artikel über die philosophischen Zeitschriften Italiens. Da gerade in Italien die großen philosophischen Organe bezeichnend sind für das gegenwärtige Antlitz des geistigen Italien und für die jetzige Lage der großen Auseinandersetzungen, die zudem gerade hier weit über die eigentlich wissenschaftlichen Diskussionen unter den „Fachphilosophen“ hinaus ihre Kreise ziehen und ins Volk hineinragen, so mag es der Mühe wert sein, dass wir über diesen 28 Spalten langen Artikel A. Carlinis kurz zusammenfassend referieren.

Die im Ausland bekannteste, freilich nicht rein und nicht ausschließlich philosophische Zeitschrift, die hier zu nennen wäre, ist „La Critica“, die jetzt seit 29 Jahren besteht. Der Name ihres Begründers und der seines langjährigen Hauptmitarbeiters, sind auch im Ausland bekannt genug; es sind Benedetto Croce und Giovanni Gentile. Ihre Zeitschrift bedeutete die endgültige Niederlage des Positivismus, der jetzt im italienischen Geistesleben, das er in den ersten Jahrzehnten des neuen Staates tyrannisch beherrscht hatte, in den Hintergrund gedrängt wird durch den Neuidealismus. Der Einfluss, den die Zeitschrift auf die gesamten Geisteswissenschaften und auch auf die soziale Orientierung im neuen Italien ausübte, ist ein ganz bedeutender. Während des Weltkrieges kam die Zeitschrift in einen gewissen Zwiespalt hinein; sie wollte einerseits ausgesprochen kulturelles Organ bleiben, andererseits aber doch zur Klärung der jetzt vitalen Auseinandersetzungen, die der Krieg mit sich brachte, beitragen. Mit...

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