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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited by Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Die Enciclopedia Filosofica

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Es unterliegt keinem Zweifel, es kann überhaupt nicht daran gerüttelt werden, dass Italien heute das bei weitem beste, das gründlichste und umfangreichste philosophische Lexikon besitzt. Um dieses monumentale Werk mögen eigentlich sämtliche anderen Völker Italien beneiden. – Wieso gerade Italien, wird mancher fragen. Aber wir meinen, zu Unrecht ist das philosophische Denken und Mühen der Italiener im Auslande viel zu wenig bekannt; das galt für die Vergangenheit und gilt auch noch – leider – für die Gegenwart. Es ist Zeit, dass das anders werde, dass es sich grundlegend ändere; und die Enciclopedia Filosofica (Centre di Studi filosofici di Gallarate; Venezia / Roma) wird wohl zu einem derartigen Wandel in der Beachtung und Wertung Italiens das Ihre beitragen; es wäre merkwürdig, wenn sie es nicht täte.

Ist es ein Zufall, dass gerade Italien heute das maßgebende und monumentale Philosophie-Lexikon besitzt? Und nicht etwa Deutschland, das sich doch immer noch für das Land der Dichter und Denker halten möchte? Wir meinen, dass es ganz und gar kein Zufall ist: Italien ist dieses monumentalen Werkes, das ihm hier von seinen Söhnen geschenkt wurde, durchaus würdig. In einem Maße, das man sich bei uns wohl kaum vorstellt und das anzuerkennen vielen Deutschen schwer fallen würde, gehört in Italien die Philosophie zur allgemeinen Bildung; dort weiß man („man“, das ist dort auch der „Durchschnittsgebildete“, einerlei welcher Fakultät er angehören und welchen Beruf...

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