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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited By Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Der metaphysische Grund der menschlichen Person

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Im Mittelpunkt der philosophischen Problematik von heute steht der Mensch. Alles philosophische Fragen ist in erster Linie ein solches nach den verschiedenen Formen seines Handelns, seiner Werte usw. Ein solches Fragen geht aber in erster Linie auf die menschliche Struktur aus und nicht auf seine Herkunft. Eine derartige Anthropologie ist grundsätzlich empirisch und positivistisch und gibt sich als solche für „kritisch“ aus. Alles Fragen, das darüber hinaus geht ist notwendig für sie problematisch, so vor allem die Frage nach seiner Herkunft. Die Antwort auf diese letzten Fragen besteht dann im Aufzeigen der Fragwürdigkeit des menschlichen Seins.

Nehmen wir nun als Ausgangspunkt unserer Darlegung einmal diese Position ein, so müssen wir aber doch sagen, dass wir uns mit einer solchen Antwort nicht zufrieden geben können, da ja die Strukturanalyse notwendig die Frage nach der Herkunft des Menschen aufwirft. Dazu müssen wir dann aber auch die Frage nach seiner inneren Tiefendimension (profondeur) aufwerfen. Diese Fragestellung wurde aktuell im Zusammenhang mit dem modernen Denken, besonders dem des letzten Jahrhunderts; sie führt über Pascal zurück auf Augustinus und Platon. Nach ihr besteht dann das Wesen des Menschen in mehr als der einfachen Definition des animal rationale; es ist überhaupt mehr als jegliche Definition, die nicht den Reichtum und die Tiefe seiner ontologischen Dimensionen erfasst. Diese „Tiefe“ macht alle (naturwissenschaftliche Definition des Menschen als animal rationale die selbstverständliche Grundlegung des Menschenbildes bis Hegel. Dagegen revoltiert nun die geistige Unruhe...

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