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Gesammelte Werke

Schriften zur philosophischen Pädagogik Teil 2- Christliche Philosophie

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Anton Hilckman

Edited By Tomasz Stepien

Inwiefern können wir von einer christlichen Philosophie und Bildung, Kultur und Politik sprechen? Diese grundlegende Frage bildet den eigentlichen Ausgangspunkt der philosophischen Reflexion von Anton Hilckman. Den Hintergrund der Auseinandersetzung um die Philosophie und das Christentum macht die geistige und politische Situation in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien der Zwischenkriegszeit, aus. Hilckman zeichnet in seinen Schriften ein spannungsvolles Bild des damaligen philosophischen Diskurses, der zwischen der thomistischen Neuscholastik und dem Neuidealismus italienischer Prägung oszillierte und direkt Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse hatte und gleichzeitig die Aktualität für die gegenwärtigen Probleme der Gesellschaft und Kultur bewahrt.
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Philosophie der Endlichkeit als Spiegel der Gegenwart

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Das Buch des Mainzer Philosophen ist eine der besten und gründlichsten Ausein­andersetzungen mit der das Denken unserer Tage beherrschenden Strömung des Existenzialismus, die uns zumal in der gedankenschweren Dichtung Rilkes und in der dem Außenstehenden so schwer zugänglichen und dennoch so außerordentlich einflussreichen Philosophie Heideggers entgegentritt. Es bietet nicht nur eine gute und klare Darlegung dieser geistigen Strömung der Gegenwart, ihrer Ausgangspunkte und ihres Gedankenweges, und sodann – und das ist das wesentliche Anliegen des Buches – einen Versuch zu ihrer Weiterführung und Überwindung. Es geht in der Diskussion mit den Existenzialisten nicht wohl an, wie es sonst manchmal geschieht, vom Standpunkt eines andersartigen philosophischen Denkens die Existenzphilosophie abzulehnen, weil sie gegen philosophische Grundeinsichten verstoße oder sie ignoriere. Von Rintelen vermeidet ein derartiges Vorgehen, da es zu leicht zu einem Aneinander-vorbei-reden führt; er akzeptiert die Ausgangspunkte des existenzial-philosophischen Denkens, versucht aber, über dasselbe hinauszuführen, indem er dessen eigentliche und wesentliche Gedankengänge weiterdenkt. Dieses Buch ist also alles andere als das Resümee einer philosophischen Gerichtssitzung; es ist ein Werk, das in der philosophischen Literatur unserer Tage eine Lücke schließt und das seine Bedeutung behalten wird, solange jene Strömung, mit der v. Rintelen sich auseinandersetzt, bestehen bleibt; und sie wird wohl bestehen bleiben, solange die Signatur unserer Tage, aus der sie entstanden und deren Ausdruck sie ist, sich nicht selber grundlegend wandelt. Rintelen ist aufgeschlossen für das tiefe, echte und ernste Anliegen dieses aus...

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