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Analphabetismus und Alphabetisierung in der Arbeitswelt

Befunde und aktuelle Entwicklungen

Dietmar Heisler and Gerd Mannhaupt

Funktionaler Analphabetismus gilt als eines der größten aktuellen Probleme des Arbeitsmarktes. Auf der einen Seite steigen die schriftsprachlichen Anforderungen in Gesellschaft und am Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite hat die Leo. – Level-One Studie gezeigt, dass 7,5 Millionen Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind diese Anforderungen zu erfüllen. Diese Zahl ist bemerkenswert, zumal die meisten der Betroffenen zumindest die allgemeinbildende Schule besucht haben, einige sogar eine Ausbildung absolviert haben. Umso erstaunlicher ist, dass nur wenige Menschen den Weg in die Volkshochschulen finden, um an einem Alphabetisierungskurs teilzunehmen. Gegenstand der Beiträge dieses Bandes sind die Ursachen für funktionalen Analphabetismus, seine Erscheinungsformen, die Lebenslagen funktionaler Analphabeten und existierende Lösungsansätze. Der Band dokumentiert die Fachtagung Alphabetisierung in der Berufsbildung und im beruflichen Kontext, die am 23.04.2013 in Erfurt stattfand.
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BasisKom – Basiskompetenz am Arbeitsplatz stärken

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Sonja Puchelski, Laura Schudoma

Überraschend und kaum zu glauben: In Deutschland leben 7,5 Millionen Menschen mit unzureichenden schriftsprachlichen Kompetenzen – Menschen, die nicht richtig schreiben und lesen können und als funktionale Analphabetinnen und Analphabeten versuchen, den Alltag zu bewältigen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen und differenzierten leo.-Level-One Studie (vgl. Grotlüschen/Riekmann 2012). Demnach sind von diesen 7,5 Millionen Menschen 57 Prozent erwerbstätig; sie arbeiten verstärkt in bestimmten Branchen: dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen, Verkehr- und Lagerwesen, im verarbeitenden Gewerbe sowie im Gast- und Baugewerbe. Diese Arbeitsbereiche bieten ein scheinbar passendes Tätigkeitsfeld: Lese- und Schreibkompetenzen spielen hier zunächst keine wesentliche Rolle.

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