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Identität und Alterität

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Edited By Joanna Flinik and Barbara Widawska

Der Leitgedanke dieser Publikation ist die komplexe Frage nach der nationalen, kulturellen und persönlichen Identität. Welche Identitätsmodelle werden angeboten? Wie bildet sich die Identität im Spannungsfeld des Anderen und inwiefern ist das Andere bei der Herauskristallisierung der Identität notwendig? Bei einzelnen Fragestellungen zu Identität und Alterität geht es um eine Erforschung der Wechselbeziehung, die sich sowohl bei der Wahrnehmung von Fremdheit bzw. Anderssein manifestiert, als auch von Strategien der individuellen und kollektiven Selbstbestimmung beeinflusst wird. Die Studie diskutiert Identität und Alterität aus literatur- und kulturgeschichtlicher Sicht anhand von Künstlerbiographien, nationalen und kulturellen Symbolen, der Erfahrung von Heimat und Migration, der Wahrnehmung deutsch-polnischer Grenzregionen bis hin zu Sciencefiction-Inszenierungen und zeigt, dass Identität als Begriff sowohl für literatur- und kulturwissenschaftliche als auch für historische Analysen vonnöten ist.
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Identität und Alterität aus literatur- und kulturgeschichtlicher Sicht

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Der Leitgedanke der vorliegenden Publikation ist die komplexe Frage nach der nationalen, kulturellen und persönlichen Identität. Welche Identitätsmodelle werden angeboten? Wie bildet sich Identität im Spanungsfeld des Anderen und inwiefern ist das Andere bei der Herauskristallisierung der Identität notwendig? Unser Interesse zielt auf die exemplarische Untersuchung einzelner Fragestellungen zu Identität und Alterität. Es geht hier um eine Erforschung der Wechselbeziehung, die sich sowohl in der Wahrnehmung von Fremdheit bzw. Anderssein manifestiert als auch von Strategien der individuellen bzw. kollektiven Selbstbestimmung beeinflusst wird.

Das breite Spektrum der Themen, die in der vorliegenden Publikation zur Sprache gebracht werden, zeigt, dass die Frage nach der Identität und den Faktoren, welche die Identitätsbildung unterstützen oder behindern, auf dem europäischen Kontinent von Bedeutung ist. Die politischen und strukturellen Umwandlungsprozesse im gegenwärtigen Europa weisen darauf hin, dass das Individuum sich stets in einer instabilen Zone der Inter- bzw- Transkulturalität befindet und sich gezwungen sieht, sich in Grenzbereichen zu definieren (deutsch-polnische Begegnungsräume, Migration), oder alte Mythen in Frage zu stellen und diese neu zu konzeptualisieren (Vergangenheitsbewältigung, nationale Symbole und Mythen in Kunst, Literatur, Musik und Geschichte). Das verweist darauf, dass die Kategorien Identität und Alterität dynamische, stets veränderbare Größen darstellen. Dieser Dynamik von Identitätskonstruktionen trägt die vorliegende Publikation Rechnung. Dem ostmitteleuropäischen Raum wird dabei besondere Beachtung geschenkt.

Wie das Problem der Identität selbst, sind die Themen dieses Buchs...

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