Show Less
Restricted access

Sprechwissenschaft: Bestand, Prognose, Perspektive

Series:

Edited By Ines Bose and Baldur Neuber

Im Zeitraum von November 2012 bis Dezember 2013 feierten fünf prominente Professorinnen und Professoren der Sprechwissenschaft ihre Jubiläumsgeburtstage. Eva-Maria Krech, Jutta Suttner und Eberhard Stock jeweils den 80sten und Ursula Hirschfeld sowie Lutz Christian Anders jeweils den 60sten. Aus diesem Anlass fand ein Jubiläumskongress von höchstem inhaltlichem Anspruch statt, aus dessen Beiträgen dieser Band hervorgegangen ist. Ausgewählte, fachlich hochkarätige Autorinnen und Autoren präsentieren aktuelle Forschungsergebnisse in Sprache und Sprechen, zu Fragen der Rhetorik, Phonetik, Phonologie, Sprecherziehung und Sprechkunst, und dies sowohl in der interpersonellen Kommunikation als auch in Musik und Film. Vom Ethikmanagement im Bankgewerbe über Kommunikationsberatung bis hin zum theatralen Prozess werden vielfältigste Bereiche des gesellschaftlichen Lebens fokussiert.
Show Summary Details
Restricted access

Sprechstimmlage und Melos – Terminologievorschläge: Augustin Ulrich Nebert, Münster

1Terminologische Vereinheitlichung

Extract

Sprechstimmlage und Melos – Terminologievorschläge

Augustin Ulrich Nebert, Münster

Für die Beschreibung der Sprechstimmlage werden verschiedene Termini mit zum Teil gleicher Semantik verwendet, andererseits werden gleiche Termini mit unterschiedlicher Semantik verwendet. Es wird eine Neuordnung der Begriffe angestrebt. Der Begriff der „Indifferenzlage“ hat sich in der Fachliteratur als „physiologische Norm“ etabliert (vgl. Nebert 2013, 19). Die Verwendung des Begriffs ist historisch problematisch und beschreibt im Deutschen lediglich eine kommunikative Norm.

Viele sprechwissenschaftliche Termini werden synonym verwendet, obwohl ihnen durch die Teilbereiche unterschiedliche Semantik zukommt. Dies führt, wenn hier eine Entsprechung angenommen wird, zu Schwierigkeiten in der Interpretation, z. B. von Forschungsergebnissen. In den letzten Jahren kommt der akustischen Forschung eine immer größere Bedeutung zu. Es ist jedoch problematisch, auditive Termini auf die akustischen Messungen zu übertragen. So wiesen beispielsweise Grawunder / Bose (2008, 3) nach, dass ein akustisch gemessener Mittelwert nicht automatisch der „mittleren Sprechstimmlage“ entspricht. Für die terminologische Strukturierung ist also zunächst zu unterteilen,

–ob es sich um die Produktion einer Äußerung handelt, die durch die Intention des Sprechers hervorgerufen wurde und in einer körperlich-stimmlichen Aktivität mündet, die in einem akustischen Vorgang übertragen wird und hier analytisch objektiv nachweisbar ist;

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.