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Steiner neu lesen

Perspektiven für den Umgang mit Grundlagentexten der Waldorfpädagogik

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Edited By Ernst-Christian Demisch, Christa Greshake-Ebding and Johannes Kiersch

Die Anthroposophie Rudolf Steiners wird gegenwärtig neu erforscht, als historisches Phänomen ebenso wie als Impulsgeber für aktuelle Projekte in vielen Lebensfeldern. Dabei geht es auch um ein sachgemäßes Verstehen der zugrunde liegenden Quellentexte. Dieses Buch beleuchtet die dabei zu lösenden, bisher übersehenen hermeneutischen Probleme. Es diskutiert die besonderen Ausdrucksmittel, die Steiner in seinen Schriften und Vorträgen verwendet, revidiert die verbreitete Ansicht, dass es sich bei anthroposophischen Einsichten um ein Faktenwissen im Sinne empirischer Forschung der üblichen Art handle, und eröffnet damit Perspektiven für einen undogmatischen, offenen Umgang mit dem bis heute umstrittenen Werk des Pädagogen und Lebensreformers.
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Wege der Annäherung an die Sprache der Dichtung.

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Wege der Annäherung an die Sprache der Dichtung

Frances Brestowsky

Wie Goethe über die in der Kunst wirkenden Gestaltungskräfte gedacht hat, das war bei Rudolf Steiner der Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung der Künste aus dem Geiste der Anthroposophie, von Architektur, Plastik, Malerei, Dichtung, Sprachgestaltung und Eurythmie. „Goethe als Vater einer neuen Ästhetik“ war der Titel des 1988 in Wien gehaltenen Vortrages, mit dem Steiner den Keim zu neuen künstlerischen Entwicklungen gelegt hat.

In den Strom dieser Entwicklung gehört auch – und dem widmet sich die nachfolgende Betrachtung im Speziellen – dass im Sinne Steiners das Sprechen über Dichtung von besonderer Behutsamkeit geprägt sein sollte, weil das Wort immer ein Lebendiges ist. Dabei entsteht die Frage, mit welchen Mitteln vom Unsagbaren im Kunstwerk dennoch gesprochen werden kann. Gibt es Begriffe und Bilder, die in sich so verwandlungsfähig sind, dass sie Lebendiges lebendig beschreiben können? In diesem Zusammenhang kann auch die Frage entstehen, ob sich ein Übersinnliches - etwa ein Elementarwesen - in einem Kunstwerk abbilden lässt oder vielleicht lieber nicht? Dazu ein Hinweis Steiners auf Goethe:

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