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Die «prozessuale Tat» nach deutschem Recht und der «angeklagte Akt» nach thailändischem Recht

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Kanpirom Komalarajun

Das Problem des Tatbegriffs findet bis jetzt keine optimale Lösung. Dies liegt nicht daran, dass keine dementsprechende Theorie besteht, sondern daran, dass eine einzige Theorie nicht in der Lage dazu ist, das Phänomen zu beschreiben. Um hier genauer differenzieren zu können, ist es nötig, zwei Problemgruppen des Tat- bzw. Aktbegriffs streng voneinander zu unterscheiden: Tatausweitung und Tatersetzung. Sie sind unterschiedlicher Natur und benötigen zwei unterschiedliche Lösungswege. Die erste Problemgruppe betrifft die Frage, wie groß der Geschehensabschnitt ist, der unter den Begriff einer Tat beziehungsweise eines angeklagten Akts im prozessualen Sinne fällt, und ob die Strafsache noch im selben Bereich liegt. Die zweite Problemgruppe betrifft die Frage, ob der in der Anklage formulierte Vorwurf durch einen anderen ersetzt werden soll, und deshalb der ursprüngliche Vorwurf wegfällt.
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Vierter Teil: Prüfungsaufbau der Tat bzw. des angeklagten Akts

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Kapitel G. Eigene Lösungen

Nach allen Darstellungen von zahlreichen Meinungen und Gegenmeinungen, vielfältigen Argumentationen dafür und dagegen, sowohl in der Rspr. als auch in der Lit. in beiden Rechtsordnungen, in Deutschland und Thailand, entfalten sich allmählich eigene Lösungen. Sie werden in drei Teilen dargestellt. Im Abschnitt Gemeinsame Lösungen werden Lösungen dargestellt, die sowohl für das deutsche Strafprozessrecht als auch für das thailändische entwickelt werden. Im Abschnitt Lösungen des deutschen Rechts werden Ergebnisse gezeigt, die den Normen in der deutschen Rechtsordnung entnommen werden und Probleme des Tatbegriffs im deutschen Strafprozessrecht lösen könnten. Sie finden ihre Gültigkeit jedoch nicht nur in der deutschen Rechtsordnung. Vielmehr können sie auch als Vorbild für die thailändische Rechtsordnung dienen, wie im dritten Abschnitt aufgezeigt wird.

I.Gemeinsame Lösungen

1.Notwendige Problemdifferenzierung

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