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Mitarbeiterbindung im Einflussfeld gesellschaftlicher Modernisierung in Mittel- und Osteuropa

Eine Analyse am Beispiel der Automobilzulieferindustrie in Rumänien

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Malte Krill

Beim Aufbau von Standorten in internationalen Wachstumsregionen hat sich immer wieder eine Herausforderung für Unternehmen als zentral herausgestellt: die Bindung trainierter und motivierter Mitarbeiter bei gleichzeitiger Wahrung von Kostenprämissen und Lohngerechtigkeit. Um diesem Dilemma zu entgehen, entwickelt der Autor ein umfassendes Erklärungs- und Gestaltungsmodell zur Mitarbeiterbindung als Erfolgsfaktor beim Standortaufbau. Dabei werden neben den interkulturellen Anforderungen auch die Bedürfnisse gesellschaftlicher Modernisierung integriert sowie Kostenauswirkungen beleuchtet. Konkrete Gestaltungsempfehlungen – unter anderem basierend auf einer Befragung von Firmen in Rumänien – ermöglichen es Unternehmen, sich sowohl strategische als auch operative Wettbewerbsvorteile in dynamischen Wachstumsmärkten zu sichern.
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Gegenstand der vorliegenden Dissertation ist die Erforschung der Mitarbeiterbindung in internationalen Unternehmen der Automobil- und Automobilzulieferindustrie in Mittel- und Osteuropa mit Fokus auf Rumänien. Das Konstrukt der Mitarbeiterbindung sowie deren Instrumente werden dabei hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten für Unternehmen zur Erhöhung der Mitarbeiterbindung untersucht. Gesellschaftliche Modernisierung, widergespiegelt durch verstärkte Individualisierung und rationaleres Verhalten aller Akteure, bildet dabei einen wichtigen dynamischen Einflussfaktor für die Erwartungen und das Bindungsverhalten der Mitarbeiter. Wirtschaftlich aufstrebende Regionen wie Mittel- und Osteuropa stehen relativ am Anfang dieses Modernisierungsprozesses. Daraus resultierende Veränderungen der Bindungsanforderungen speziell in diesen Regionen und potenzielle Ansätze für Unternehmen, darauf zu reagieren, werden diskutiert.

Der Arbeitsmarkt für gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte in Mittelund Osteuropa ist gekennzeichnet durch niedrige Arbeitslosigkeit, starken Wettbewerb um die Kandidaten sowie eine vergleichsweise hohe Fluktuation.1 Die Ansiedelung vieler internationaler Unternehmen und ihre Investitionen haben dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit in nahezu allen Staaten in Mittel- und Osteuropa erheblich gesunken ist. Beispielsweise hat in Rumänien, das seit 2007 Mitglied der EU ist, die Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent in 2002 auf 7,2 Prozent im ersten Quartal in 2012 abgenommen.2 Diese Arbeitslosenquote liegt im Vergleich zu beispielsweise Polen oder der Slowakei für das erste Quartal 2012 mit Werten von 9,9 beziehungsweise 13,7 Prozent deutlich niedriger.3 Führt man eine Analyse innerhalb der jeweiligen Länder durch, so sind starke regionale Unterschiede feststellbar. Die Arbeitslosigkeit in der Region um Timisoara, das als...

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