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Kritische Chinabilder aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Zeitgenössische Essays und Vorträge von Chinesen mit Urteilen über ihr Heimatland

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Xiuli Jin

Das Chinabild der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist kompliziert. Die komplexe Situation mit politischer und wirtschaftlicher Unruhe voller Umbrüche und Neuordnungen wurde zeitgleich der Nährboden für explodierende kritische Stimmen aus verschiedenen sozialen Lagern. Das Buch vermittelt ein sowohl literarisch als auch soziologisch, philosophisch und politisch nicht uninteressantes Chinabild ins Deutsche, dem bis dato keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist, durch eine Vielzahl von zeitgenössischen Beiträgen in einer kommentierten Übersetzung.
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Lu Xun

← 12 | 13 → Lu Xun1 (1881-1936)

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zum Medizinstudium nach Japan. Später widmete er sich der literarischen Bewegung, um das Bewusstsein Chinas wachzurufen und den nationalen Geist umzugestalten. Zu diesem Zeitpunkt schrieb Lu Xun seine ersten politischen Essays. Nachdem er 1912 nach China zurückgekehrt war, unterrichtete er zuerst in der Provinz Zhejiang und wurde anschließend Angestellter im Erziehungsministerium in Beijing. Im Mai 1918 veröffentlichte er unter dem Pseudonym „Lu Xun“ in der Zeitung Neue Jugend (Xin Qingnian) seine erste Erzählung in modernem Chinesisch Tagebuch eines Verrückten (Kuangren Riji) und legte damit den Grundstein für die neue Literatur. Später war er auch als Redakteur bei der Neuen Jugend tätig und verfasste zahlreiche Artikel, um den Feudalismus anzuprangern. 1920 wurde er Dozent an der Universität Beijing und Professor am Beijing Higher Normal College. Mit seinen Essays als intellektuelle Waffe führte er einen Kampf gegen den Imperialismus und Feudalismus. Seine durchdringende und scharfzüngige Art zu schreiben und zu fabulieren, von starker Schlagkraft und hoher Wirksamkeit gekennzeichnet, gilt als ein besonderer literarischer Stil in der modernen Literaturgeschichte Chinas.

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts partizipierte er an der Gründung geistesgeschichtlicher Zeitschriften wie Mangyuan und Yusi. Später wurde er Professor der Universität Xiamen. Seit Anfang 1927 arbeitete er an der Sun-Yat-sen-Universität in Guangzhou. Im Oktober desselben Jahres übersiedelte er nach Shanghai, ließ sich dort nieder und widmete sich nun ganz dem literarischen Schaffen. 1930 schließlich wurde der Verband der linken Schriftsteller gegr...

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