Show Less
Restricted access

Kritische Chinabilder aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Zeitgenössische Essays und Vorträge von Chinesen mit Urteilen über ihr Heimatland

Series:

Xiuli Jin

Das Chinabild der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist kompliziert. Die komplexe Situation mit politischer und wirtschaftlicher Unruhe voller Umbrüche und Neuordnungen wurde zeitgleich der Nährboden für explodierende kritische Stimmen aus verschiedenen sozialen Lagern. Das Buch vermittelt ein sowohl literarisch als auch soziologisch, philosophisch und politisch nicht uninteressantes Chinabild ins Deutsche, dem bis dato keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist, durch eine Vielzahl von zeitgenössischen Beiträgen in einer kommentierten Übersetzung.
Show Summary Details
Restricted access

Liang Qichao

Extract

, sage: Nein! Was sind das für Worte! In meinem Herzen lebt nur ein junges China. Bevor wir über „das junge und alte Land“ reden, lassen Sie mich bitte zuerst zum Thema „junge und alte Menschen“ kommen. Alte Menschen sehnen sich oft nach der Vergangenheit, während junge Menschen oft von der Zukunft träumen. Weil man sich nach der Vergangenheit sehnt, hängt man oft an ihr. Weil man von der Zukunft träumt, trägt man im Herzen Hoffnungen. Weil man an der Vergangenheit hängt, ist man konservativ. Weil man Hoffnungen trägt, ist man mutig und strebsam. Weil man konservativ ist, hängt man an alten Ordnungen. Weil man strebsam ist, wünscht man sich täglich Erneuerungen. Weil man die Vergangenheit, die man persönlich erlebt hat, vermisst, bewegt man sich immer in ausgefahrenen Gleisen. Weil man an die Zukunft, die man noch nicht erlebt hat, denkt, bricht man oft mit allen Gewohnheiten. Alte Menschen sind häufig melancholisch und besorgt, während junge Menschen fröhlich und sorglos sind. Weil man melancholisch und besorgt ist, ist man entmutigt und niedergeschlagen. Weil man fröhlich und sorglos ist, ist ← 37 | 38 → man energisch. Weil man entmutigt und niedergeschlagen ist, ist man ängstlich und schwächlich. Weil man energisch ist, ist man mutig und mächtig. Weil man ängstlich und schwächlich ist, lässt man sich treiben. Weil man mutig und mächtig ist, ist man abenteuerlustig. Weil man sich treiben lässt, lässt...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.