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Kritische Chinabilder aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Zeitgenössische Essays und Vorträge von Chinesen mit Urteilen über ihr Heimatland

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Xiuli Jin

Das Chinabild der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist kompliziert. Die komplexe Situation mit politischer und wirtschaftlicher Unruhe voller Umbrüche und Neuordnungen wurde zeitgleich der Nährboden für explodierende kritische Stimmen aus verschiedenen sozialen Lagern. Das Buch vermittelt ein sowohl literarisch als auch soziologisch, philosophisch und politisch nicht uninteressantes Chinabild ins Deutsche, dem bis dato keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist, durch eine Vielzahl von zeitgenössischen Beiträgen in einer kommentierten Übersetzung.
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Zhu Xizu

← 76 | 77 →Zhu Xizu (1879-1944)

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Bedeutender Historiker, Epigraphiker, Büchersammler und Professor an diversen Universitäten Chinas, u.a. der Peking Universität. 1905 ging er als Stipendiat nach Japan und studierte dort Geschichte. 1909 kehrte er nach China zurück. Neben seinem wichtigsten Werk Abriss über die chinesische Geschichte [Zhongguo Shixue Tonglun] verfasste er zahlreiche Werke und Abhandlungen über die Geschichte, Epigraphik und Literaturgeschichte Chinas.

Die Literatur besteht aus der neuen und alten Literatur. Eine sogenannte „eklektische Literatur“ existiert nicht. Die neue Literatur hat ihr neues Denksystem und die alte ihr altes. Man kann beide Literaturen auf keinen Fall miteinander vermischen.

Man soll nicht aus der wörtlichen, sondern aus der gedanklichen Perspektive beurteilen, ob eine Literatur als neu oder alt anzusehen ist. Manche beurteilen sie aus der wörtlichen Perspektive und betrachten die in der Volkssprache geschriebene Literatur als neue Literatur. In der Song- und Yuan-Dynastie gab es eine große Anzahl von Literatur, die in der Volkssprache geschrieben wurde. Gilt sie heute denn als neue Literatur? Ich habe früher weder in der Zeitung oder in der Zeitschrift Artikel veröffentlicht. Im letzten Winter erschien in der Monatszeitschrift der Peking Universität eine literarische Abhandlung von mir über die neue Literatur. Da ich sie in der klassischen Sprache geschrieben habe, bezeichnet man sie als „eklektische Literatur“!

„Eklektisch“ bedeutet, dass man das Neue mit dem Alten vermischt, d.h. dass man mit Hilfe einer neuen Methode aus dem alten Material das neue System gewinnt oder dass man das alte...

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