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Kritische Chinabilder aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Zeitgenössische Essays und Vorträge von Chinesen mit Urteilen über ihr Heimatland

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Xiuli Jin

Das Chinabild der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist kompliziert. Die komplexe Situation mit politischer und wirtschaftlicher Unruhe voller Umbrüche und Neuordnungen wurde zeitgleich der Nährboden für explodierende kritische Stimmen aus verschiedenen sozialen Lagern. Das Buch vermittelt ein sowohl literarisch als auch soziologisch, philosophisch und politisch nicht uninteressantes Chinabild ins Deutsche, dem bis dato keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist, durch eine Vielzahl von zeitgenössischen Beiträgen in einer kommentierten Übersetzung.
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Qu Qiubai

← 150 | 151 → Qu Qiubai (1899-1935)

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Revolutionär, Schriftsteller und Kunsttheoretiker. 1919 nahm er an der Vierten Mai-Bewegung teil und spielte in der patriotischen Studentenbewegung eine führende Rolle. Er war Mitbegründer der fortschrittlichen Zeitschriften Neue Gesellschaft (Xin Shehui) und Human (Rendao). 1920 besuchte er als Journalist die UdSSR. In den 30er Jahren leitete er mit Lu Xun zusammen die linke Literaturbewegung. 1935 wurde er im Kreis Changting der Provinz Fujian von der Nationalistischen Partei ermordet.

Neulich ist ein sehr gutes Buch erschienen: Chinesische Sprache und chinesische Schrift von Gao Benhan. Gao Benhan ist ein Schwede und sein eigentlicher Familienname ist Karlgren. Warum hat er den „verehrten Namen“ Gao? Zweifelsohne ist er einsinisiert. Er ist in der Tat ein großartiger „China-Experte“ – eine Autorität in der Sinologie.

Jedoch scheint er von dem chinesischen Volk auch ein tiefgehendes Wissen zu besitzen.

Er sagt: „In der letzten Zeit versuchten einige Zeitungen, eine moderne chinesische Sprache einzuführen, - das Buch von Gao erschien 1923 in London – aber ohne großen Erfolg. Vielleicht werden sie damit noch die Mehrheit der Abonnenten verärgern. Sie könnten sich bespöttelt fühlen, weil man sie für einen Nichtkenner des klassischen Chinesisch hält!“

In den westlichen Ländern gibt es viele Schauspieler, die während der Aufführung beliebig viele „Possen“ einbauen können. Es gibt auch viele Schriftsteller, die übermäßig Texte zitieren; Aber alle halten das für einen minderwertigen Stil. In China ist das genau umgekehrt....

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