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Die strafprozessuale Hauptverhandlung zwischen inquisitorischem und adversatorischem Modell

Eine rechtsvergleichende Analyse am Beispiel des deutschen und des zentralasiatischen Strafprozessrechts

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Edited By Friedrich-Christian Schroeder and Manuchehr Kudratov

Dieser Band enthält die Beiträge und Diskussionspapiere, die im Rahmen des Forschungsprojekts Die Entwicklung des Strafprozesses in den Staaten Zentralasiens auf den Konferenzen in Almaty/Kasachstan im Jahr 2011 und Regensburg im Jahr 2012 gehalten wurden. Dargestellt werden darin die Ergebnisse des Forschungsprojekts, das von der Volkswagen Stiftung finanziert und vom Institut für Ostrecht München/Regensburg durchgeführt wird. Ziel des Forschungsprojekts ist eine systematische Erforschung und rechtliche Analyse der Entwicklung des Strafprozesses in den Staaten Zentralasiens vor dem Hintergrund der Reform der Strafjustiz und der Transformation des Strafprozesses vom inquisitorischen zum adversatorischen Verfahren. Der Band richtet sich an alle, die sich für die Rechtsentwicklung in den Ländern Zentralasiens und für die Rechtsvergleichung im Strafprozessrecht interessieren. Er knüpft an den Band «Das strafprozessuale Vorverfahren in Zentralasien zwischen inquisitorischem und adversatorischem Modell» (2012) an.
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Laienbeteiligung und adversarisches Verfahrensmodell A match made in Heaven?

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Laienbeteiligung und adversarisches Verfahrensmodell – A match made in Heaven?

Michael Bohlander

I. Einleitung

Kasachstan, wie auch die anderen zentralasiatischen Staaten, erwägt gegenwärtig die Reform seines Strafverfahrensrechts mit einer Betonung des adversarischen Verfahrensmodells, welches als fairer und ausgewogener angesehen wird als das bisherige eher inquisitorische Verfahren. Vor dem Hintergrund der jüngeren Geschichte der zentralasiatischen Staaten ist das eine nachvollziehbare, wenn auch aus der Erfahrung der traditionellen adversarischen Rechtsordnungen ggfs. eher fragwürdige Einstellung. Dieser kurze1 Beitrag widmet sich der Problematik der Auswirkung insbesondere der Laienbeteiligung auf den adversarischen Charakter des Verfahrens und umgekehrt. Mit anderen Worten, die Frage, der nachgegangen werden soll ist: Welche Form der Laienbeteiligung gewährt die bestmögliche Umsetzung des adversarischen Ansatzes? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht möglich ohne eine Betrachtung des Verhältnisses der Laien- zu den Berufsrichtern.

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