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Kinder- und Jugendliteratur der Romania

Impulse für ein neues romanistisches Forschungsfeld

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Edited By Ludger Scherer and Roland Ißler

Die Kinder- und Jugendliteratur der romanischen Länder ist, obwohl seit langem international erfolgreich, in der deutschsprachigen Romanistik bislang noch nicht als systematisches Forschungsfeld etabliert. Dieser Band, der auf eine Sektion des Romanistentags 2013 zurückgeht, gibt nun Impulse für eine romanistische Kinder- und Jugendliteraturforschung. 20 Beiträge behandeln exemplarisch französische und frankophone, italienische, spanische und lateinamerikanische (auch brasilianische) Werke. Die hier angesprochenen fundamentalen literarhistorischen und theoretischen Fragestellungen der Kinder- und Jugendliteraturforschung sind zudem interdisziplinär für praxisnahe universitäre und schulische Bildung und Lehre relevant.
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Miriam Wolfel Transkulturalitat in der italienischen Kinder- und Jugendliteratur

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Letteratura della migrazione, letteratura migrante o dei migranti, es ist schwierig, die richtige Bezeichnung für ein Phänomen zu finden, das seit Beginn der neunziger Jahre bis heute einen immer bedeutenderen Stellenwert in der italienischen Literatur einnimmt. Gemeint ist der Teil der Literatur, der von „einer Gruppe von neuen Autoren, die alle aus den unterschiedlichsten Gründen nach Italien eingewandert und somit nicht italienischsprachig von Geburt an sind, [verfasst ist, und] die direkt in der Sprache des neuen Landes schreiben“.2 Heute ist die „literarische Produktion [dieser] Migranten und deren Kinder nicht [mehr] ein Anhang zu der heimischen [gemeint ist italienischen], nicht mehr eine zum : sie ist “.3

Immer mehr, vor allem immer größere Verlage (z.B. Einaudi) nehmen die Werke dieser Autoren in ihr Programm auf, widmen ihnen sogar eigene Verlagsreihen. Auch die Forschung beobachtet seit Jahren mit großem Interesse diesen Bereich der Literatur, dem allein im Jahr 2006 in Italien drei umfangreiche Anthologien gewidmet wurden.4

Das wissenschaftliche Interesse beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf die Autoren, die für Erwachsene schreiben. Die Migrationsliteratur für Kinder- und Jugendliche, die sich parallel zu der für Erwachsene entwickelte, wird weitge ← 249 | 250 → hend außer Acht gelassen. Die Tagungen und wissenschaftlichen Debatten zu dieser Thematik beschränken sich auf einige wenige Ausnahmen, und in vielen Bibliografien zur Migrationsliteratur werden die Kinder- und Jugendbuchautoren nicht einmal erw...

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