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Joseph Ratzinger – Kirchliche Existenz und existentielle Theologie

Ekklesiologische Grundlinien unter dem Anspruch von "Lumen gentium"

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Maximilian Heinrich Heim

Mit der Wahl Papst Benedikts XVI. trat dessen Theologie in den Fokus ekklesiologischer Aufmerksamkeit. Dadurch erfuhr auch diese Arbeit neuerliche Beachtung. Noch im Jahr 2005 konnte eine 2., korrigierte und ergänzte Auflage im vierfachen Volumen der Erstausgabe erscheinen; bereits zwei Jahre später legte Ignatius Press unter dem Titel Joseph Ratzinger – Life in the Church and Living Theology eine anglo-amerikanische Übersetzung vor. Mehrfach ausgezeichnet – mit dem Kardinal-Innitzer-Förderungspreis in Wien und dem Johann-Kaspar-Zeuß-Preis in Kronach – durfte der Autor 2011 im Vatikan aus den Händen von Papst Benedikt XVI. als erster deutschsprachiger Theologe den Premio Joseph Ratzinger entgegennehmen. Im Vorwort zur 3. Auflage seiner Monographie ergänzt der Autor den Zugang zur Ekklesiologie Joseph Ratzingers um dessen Brückenschläge zur politischen und sozialen Realität der Moderne. Diesen Dialog nachzuzeichnen ist ein Desiderat, um den missionarischen Auftrag der Kirche offenzulegen.
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Dritter Teil: Zusammenschau und Resümee

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Wenn ich am Ende meiner Arbeit ihr Ergebnis zusammenfasse, dann soll dies – in Entsprechung zu meiner bisherigen Erörterung – in drei Punkten geschehen. Erstens stelle ich einen Vergleich von Lumen gentium mit den ekklesiologischen Leitlinien Ratzingers an, der auf den Gesamtduktus beider abzielt. Deshalb kann es nicht mehr darum gehen Einzelaspekte nochmals zu analysieren, vielmehr werde ich die grundlegenden Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen Ratzinger und Lumen gentium skizzieren und eine differenzierte Antwort auf das Problem der Kontinuität bzw. Diskontinuität im Denken Ratzingers geben. Dieses erste Ergebnis führt zum zweiten Punkt meines Resümees, in dem ich aufzuzeigen versuche, welche geistesgeschichtlichen Problemstellungen der Moderne den Hintergrund für das ekklesiologische Denken Ratzingers darstellen. Dadurch soll die Thematik vor einem umfassenderen Horizont an Kontur gewinnen. Zugleich stellt die Benennung dieser Problemstellungen die Voraussetzung für einen – den Rahmen dieses Resümees sprengenden – Vergleich der Ekklesiologie Ratzingers mit anderen zeitgenössischen Entwürfen dar. Der dritte Punkt wird schließlich die Liturgie als Topos und als Konkretisierung seiner eucharistischen Communio-Ekklesiologie herausstellen und damit die für die Ekklesiologie Ratzingers spezifische Bestimmtheit und Bestimmung aufzeigen.

1. Grundlinien der Ekklesiologie von Lumen gentium und von Ratzinger im Vergleich

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