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Grammatik des Kreolischen von Mauritius

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Mark Möst

Diese Grammatik der französisch basierten Kreolsprache von Mauritius liefert eine Beschreibung der heutigen geschriebenen Sprache. Behandelt werden neben den Bestandteilen des einfachen Satzes auch verschiedene syntaktische Phänomene wie Satzstellung und indirekte Rede. Die herangezogenen Textbeispiele sind vorwiegend literarischen, aber auch nichtfiktionalen Texten der Gegenwart entnommen. Auf diese Weise entsteht eine Darstellung des aktuellen Sprachzustandes, die das Kreolische von Mauritius als eigenständige Sprache würdigt. Es zeigt sich, dass die Grammatik eine gewisse Flexibilität aufweist, sich aber dennoch in konkrete Regeln fassen lässt, und dass das Kreolische im Bereich der Grammatik anderen Sprachen wie dem Deutschen, Englischen oder Französischen ebenbürtig ist.
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1. Mauritius und das Kreolische auf Mauritius

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1.  Mauritius und das Kreolische auf Mauritius

1.1  Landeskundlicher Teil – ein Vorwort

In diesem Teil wird ein grober Überblick über die Geographie und insbesondere die Bevölkerung von Mauritius gegeben. Dies geschieht in dem Bewusstsein, dass Sprache als Mittel zur Kommunikation nicht isoliert und für sich selbst existiert, sondern eingebettet ist in einen gesellschaftlichen Kontext. Diesen Kontext und damit die äußeren Rahmenbedingungen zu kennen, innerhalb deren das Kreolische von seinen Sprechern in der Gestalt Verwendung findet, die hier beschrieben wird, dient zur Abrundung des Gesamtbildes, zur Einbettung in einen größeren Zusammenhang. Unbeschadet dieser Tatsache bleibt der eigentliche Untersuchungsgegenstand das Sprachsystem des Kreolischen. Bei der im zweiten Teil dieser Arbeit erfolgenden Beschreibung der Regeln des grammatischen Systems, welches das Kreolische aufweist, spielen soziolinguistische Betrachtungen keine Rolle.

Im landeskundlichen Teil der Arbeit spielt die Frage, welchen Stellenwert das Kreolische im Bildungswesen der Insel Mauritius hat, eine zentrale Rolle innerhalb des soeben angesprochenen gesellschaftlichen Kontextes. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Schule und Universität wesentliche Stationen der Sozialisation sind, und da in der Schule Unterrichtsinhalte grundsätzlich über das Medium Sprache vermittelt werden, handelt es sich dabei zwangsläufig auch um eine sprachliche Sozialisation.

So sind, was die Rolle von Sprache und Sprachen in einem Bildungssystem allgemein angeht, zwei Fragen voneinander zu unterscheiden: 1. Welche Sprachen werden als Muttersprache bzw. als Fremdsprache gelehrt. 2. In welcher Sprache sollen die Unterrichtsfächer abgehalten werden, die nicht zum Kanon der sprachlichen F...

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