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Grammatik des Kreolischen von Mauritius

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Mark Möst

Diese Grammatik der französisch basierten Kreolsprache von Mauritius liefert eine Beschreibung der heutigen geschriebenen Sprache. Behandelt werden neben den Bestandteilen des einfachen Satzes auch verschiedene syntaktische Phänomene wie Satzstellung und indirekte Rede. Die herangezogenen Textbeispiele sind vorwiegend literarischen, aber auch nichtfiktionalen Texten der Gegenwart entnommen. Auf diese Weise entsteht eine Darstellung des aktuellen Sprachzustandes, die das Kreolische von Mauritius als eigenständige Sprache würdigt. Es zeigt sich, dass die Grammatik eine gewisse Flexibilität aufweist, sich aber dennoch in konkrete Regeln fassen lässt, und dass das Kreolische im Bereich der Grammatik anderen Sprachen wie dem Deutschen, Englischen oder Französischen ebenbürtig ist.
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3. Bestandteile des einfachen Satzes

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3.  Bestandteile des einfachen Satzes

3.1  Wortarten als Problem der Sprachbeschreibung

3.1.1  Wortarten im Allgemeinen und Wortarten im Kreolischen – ein Vorwort

Der erste Teil der folgenden Ausführungen wird sich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit es für diese Arbeit im Besonderen und die Untersuchung einer Einzelsprache im Allgemeinen sinnvoll ist, Wortarten als Strukturprinzip von Sprachen anzunehmen.

Der weitere Verlauf der Untersuchungen ist zweigeteilt. In einem ersten Schritt sollen verschiedene Versuche vorgestellt werden, Kriterien für die Definition von Wortarten zu finden, die möglichst eine sprachübergreifende Gültigkeit für sich in Anspruch nehmen können. Dafür wurden Ansätze ausgewählt, die sich der Problematik aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven (syntaktisch, semantisch) nähern.

Darauf folgt schließlich der Versuch, auch für das Kreolische von Mauritius als Einzelsprache Wortarten voneinander abzugrenzen und die Zugehörigkeit von Morphemen zu diesen Wortarten nachvollziehbar festzulegen, soweit dies die Eigenschaften dieser Sprache erlauben. Dabei muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass es auch für das Kreolische sinnvoll ist, von Wortarten auszugehen, zumal die entsprechenden Kategorien auch in den späteren Kapiteln zur Sprachbeschreibung immer wieder auftauchen, das Kreolische andererseits in der Frage der Zugehörigkeit von Morphemen zu Wortarten eine recht große Flexibilität aufweist. Daraus ergibt sich eine Opposition: Einerseits scheint es sehr wohl möglich, eine solche Zuordnung durchzuführen, andererseits scheint eine eindeutige Zuordnung in zahlreichen Fällen unmöglich. Zwischen diesen beiden Polen...

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