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Konversion zum Islam im 21. Jahrhundert

Deutschland und Großbritannien im Vergleich

Caroline Neumüller

Die Konversion zum Islam, vor allem in vorwiegend nichtmuslimischen Gesellschaften, ist ein wachsendes Forschungsphänomen. Diese Studie konzentriert sich auf die akuten Herausforderungen von deutschen wie britischen Konvertiten zum Islam hinsichtlich ihrer kulturellen und moralischen Veränderungen, Glaubensfragen und Beziehungen zur nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft sowie neuen muslimischen Gemeinschaft. Unzufriedenheit mit dem ehemaligen Glauben oder sozialen Normen geben der muslimischen Lehre für viele Menschen Attraktivität und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die in einer Konversion münden können. Das Hauptaugenmerk der Studie wird auf die einzelnen sich verändernden Verhaltensnormen der Probanden gelegt und das Ergebnis als lebendiger, jedoch auch rationaler Einblick in das Leben von deutschen wie britischen Konvertiten dargestellt.
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Kapitel 4 Die Entwicklung einer Identität als muslimischer Konvertit

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4.1. Einleitung

Dieses Kapitel wird den Leser mit den britischen und deutschen Teilnehmern dieser Studie vertraut machen, indem es die anfänglich heraus stechenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten wiedergibt, welche die Teilnehmer in ihren Interviews nannten. Dieser empirische Teil enthält detaillierte Beschreibungen der Gründe für die Konversion zum Islam und die Schaffung einer muslimischen Identität. Die Standpunkte vor der Konvertierung werden kritisch reflektiert und mit den Einstellungen und Verhaltensweisen danach verglichen. Besonderes Augenmerk legt dieses Kapitel darauf, die unterschiedlichen Vorgänge während der Konversion zum Islam zu demonstrieren.

Dies beinhaltet die Einstellungen und Erfahrungen von Nicht-Muslimen beim Besuch von muslimisch geprägten Ländern vor ihrer Konvertierung sowie die Beweggründe für die Konversion, ob nun aus praktischem Anlass oder einer spirituellen Suche heraus. Zusätzlich wird die Notwendigkeit eines autoritären Gläubigen als religiösen Führer, die Gestaltung einer Identität für muslimische Konvertiten sowie die Erhaltung bzw. Gleichgültigkeit gegenüber bestimmten britischen oder deutschen Traditionen thematisiert.

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