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Konversion zum Islam im 21. Jahrhundert

Deutschland und Großbritannien im Vergleich

Caroline Neumüller

Die Konversion zum Islam, vor allem in vorwiegend nichtmuslimischen Gesellschaften, ist ein wachsendes Forschungsphänomen. Diese Studie konzentriert sich auf die akuten Herausforderungen von deutschen wie britischen Konvertiten zum Islam hinsichtlich ihrer kulturellen und moralischen Veränderungen, Glaubensfragen und Beziehungen zur nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft sowie neuen muslimischen Gemeinschaft. Unzufriedenheit mit dem ehemaligen Glauben oder sozialen Normen geben der muslimischen Lehre für viele Menschen Attraktivität und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die in einer Konversion münden können. Das Hauptaugenmerk der Studie wird auf die einzelnen sich verändernden Verhaltensnormen der Probanden gelegt und das Ergebnis als lebendiger, jedoch auch rationaler Einblick in das Leben von deutschen wie britischen Konvertiten dargestellt.
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Kapitel 7 Brautwerbung und Heirat

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7.1. Einleitung

Dieses Kapitel zeigt die Komplexität und Vielfalt von Einzelfällen. Die Tatsache, dass andere Bedingungen als religiöse erfüllt werden müssen, ist Teil des komplexen Prozesses der Änderungen, welche die Menschen, die zum Islam konvertieren, durchmachen, anstatt der vereinfachenden Ansicht: „Ich bin in einer neuen Religion, und nichts anderes zählt“, die oft mit einer religiösen Konversion assoziiert wird. Dementsprechend wird oft unterschätzt, dass eine religiöse Konversion grundlegende Fragen des Selbst löst und das Bewusstsein und die Reflexion darauf verstärkt wer man ist, wer man war und wer man in der Zukunft werden kann. Es erfasst sowohl soziales als auch wissenschaftliches Interesse, da es kritische, anspruchsvolle und reflektierende Fragen auf die Bedeutung des Lebens eines Konvertiten wirft, wie es sich auf ihre menschlichen Interaktionen auswirkte, nachdem eine solche lebensverändernde Wahl getroffen wurde, und die sozialen Strukturen, die das Verhalten zwischen Gruppen von Menschen beeinflussen, vor allem in Bezug auf geschlechtsspezifische Traditionen und als solches gegenüber dem anderen Geschlecht. Eine Diskussion dieser Aspekte wird die Ansichten der Teilnehmer darüber thematisieren, wie sich das Verhalten gegenüber verschiedenen Geschlechtern (dem eigenen oder dem anderen) von der ursprünglichen Kultur und Religion unterscheidet. Dies ist bedeutsam, da es die Schwierigkeiten, die sie erlebt haben, enthüllt, die Vorteile, die sie gewonnen haben, und wie sie die Vorschriften des Islams in ihre eigenen Lebenslagen untergebracht haben.

Sowohl westliche als auch Länder mit muslimischen Mehrheitsgesellschaften...

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