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Exportdeterminanten serbischen Obstes

Eine triangulative Wertschöpfungskettenanalyse zur Exploration potenziell hemmender Einflussfaktoren im bilateralen Lebensmittelhandel

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Eli Kolundzija

Was hindert serbische Unternehmen daran ihre Potenziale in Produktionsmenge, Wettbewerbsfähigkeit und Weiterveredlung auszuschöpfen? Können Faktoren identifiziert werden, die den internationalen Obsthandel mengen- und wertmäßig begrenzen? Mittels dreier empirischer Analysen, nämlich je einer qualitativen Branchen- und Wertschöpfungsketten- sowie einer ökonometrischen Gravitationsanalyse, konnten bislang in der Literatur nicht betrachtete Handelsdeterminanten ermittelt werden, die den makro-ökonomischen Fokus um die mikro- bzw. sozio-ökonomischen und meso-ökonomischen Phänomene und Perspektiven erweitern. Die dem Gravitationsmodell unterliegende Datenbasis umfasst hierbei den bilateralen Handel zwischen 20 obst-exportierenden Ländern und sechs obst-importierenden EU-Ländern.
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1 Einleitung

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1.1 Gegenstand der Arbeit und Zielsetzung

2013 schätzt die WELTBANK die Rahmenbedingungen, in Serbien unternehmerisch tätig zu sein, nur geringfügig besser ein als in Namibia (WORLD ECONOMIC FORUM, 2012; WELTBANK, 2013). Im internationalen Vergleich der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit liegt die Republik Serbien laut WORLD ECONOMIC FORUM (WEF) auf einem 95. Platz von insgesamt 144 Vergleichsländern. Somit scheint Serbien 2012/2013 wirtschaftlich wettbewerbsfähiger zu sein als Griechenland, schwächer jedoch als Argentinien (WEF, 2012). War Serbien 2008 noch wettbewerbsfähiger als Jamaika, verschlechterte sich seine Position in dem WEF-Ranking bis 2012/2013 um zehn Plätze. Doch trotz der schwierigen Wettbewerbslage scheint die weltweite Nachfrage nach insbesondere serbischem Obst zu steigen. Jedoch lässt sich aus den Handelsstatistiken auch entnehmen, dass der Exportwert der serbischen Obstwaren im Vergleich mit ähnlichen Produktionsländern deutlich unter dem Durchschnitt liegt. Auch das serbische STATISTISCHE BUNDESAMT (SORS) bestätigt, dass zwar das Exportvolumen serbischen Obstes innerhalb der letzten Jahre gestiegen ist, der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch niedriger ist als bei diesem Exportvolumen eigentlich anzunehmen. Dies kann vor allem daran liegen, dass die Verkaufserlöse für das serbische Obst niedrig sind, da vor allem geringfügig veredelte Roh- und Halbfertigwaren zu niedrigen Verkaufspreisen exportiert werden. Gerade die enorme Biodiversität, die beachtliche Vielzahl an Schwarzerden und die allgemein hohe Anzahl an landwirtschaftlich nutzbaren Flächen lassen jedoch vermuten, dass die Produktionsgrundlage für den Anbau von qualitativ hochwertigen Obstwaren in Serbien grundsätzlich geboten ist, jedoch noch...

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