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Exportdeterminanten serbischen Obstes

Eine triangulative Wertschöpfungskettenanalyse zur Exploration potenziell hemmender Einflussfaktoren im bilateralen Lebensmittelhandel

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Eli Kolundzija

Was hindert serbische Unternehmen daran ihre Potenziale in Produktionsmenge, Wettbewerbsfähigkeit und Weiterveredlung auszuschöpfen? Können Faktoren identifiziert werden, die den internationalen Obsthandel mengen- und wertmäßig begrenzen? Mittels dreier empirischer Analysen, nämlich je einer qualitativen Branchen- und Wertschöpfungsketten- sowie einer ökonometrischen Gravitationsanalyse, konnten bislang in der Literatur nicht betrachtete Handelsdeterminanten ermittelt werden, die den makro-ökonomischen Fokus um die mikro- bzw. sozio-ökonomischen und meso-ökonomischen Phänomene und Perspektiven erweitern. Die dem Gravitationsmodell unterliegende Datenbasis umfasst hierbei den bilateralen Handel zwischen 20 obst-exportierenden Ländern und sechs obst-importierenden EU-Ländern.
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3 Der serbische Obstsektor

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- Systematische Analyse der Wettbewerbsfähigkeit nach PORTER

Zur Beantwortung der Fragestellung nach handelsrelevanten Faktoren im serbischen Obstsektor sei zunächst geklärt, wo sich dieser Sektor bzw. dessen Branchensegmente im internationalen Wettbewerb platzieren und ob die in Serbien herrschenden Rahmenbedingungen dergestalt sind, dass sich die dort agierenden Unternehmen international erfolgreich behaupten können. Hierzu muss zum einen ein Maßstab für Wettbewerbsfähigkeit definiert und zum anderen die Branche entsprechend systematisch analysiert werden. PORTER forscht seit Ende der 80er Jahre an einem allgemeingültigen Konzept, welches die Triebkräfte international erfolgreicher Branchen und Unternehmen aufdecken könnte. Hierbei entwickelte er eine Systematik, die aufgrund ihrer klaren Strukturiertheit und der guten internationalen Anerkennung auch in diesem Forschungskontext ihre Anwendung findet (PORTER, 1991, S. 38–46).

3.1 Einführung in das PORTERSCHE Wettbewerbskonzept

PORTER versteht Wettbewerb als dynamischen Prozess, der über eine Betrachtung der Maximierung von Faktoreinsätzen hinausgeht und die lokalen Gegebenheiten als Basis für die Verbesserung von Faktorqualität, produktiverer Faktornutzung und Förderung von Faktorinnovationen unabdingbar in die ganzheitliche Betrachtung von Wettbewerbsvorteilen einbezieht. Einen Wettbewerbsvorteil beschreibt er dabei als das erfolgreiche Behaupten eines nationalen Sektors gegenüber starken, internationalen Konkurrenten. Die Stärke des Wettbewerbsvorteils misst PORTER zum einen auf der Exportseite durch die Anteilshöhe, die Anzahl an Empfängerländern und die Kontinuität des Exportstroms. Zum anderen zieht er die Höhe der auf Fachkompetenz und Vermögenswerten basierenden Auslandsinvestitionen als Indikator heran (PORTER, 1991, S. 38...

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