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Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht

Theorie und Praxis

Edited By Frauke Matz, Michael Rogge and Philipp Siepmann

Der Begriff des transkulturellen Lernens steht für ein breites Spektrum neuer Ansätze in der Fremdsprachendidaktik, deren gemeinsamer Nenner ein veränderter Begriff von Kultur, Identität und Differenz ist. Dieser Band versammelt Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz «Transkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht: Theorie und Praxis», die 2012 an der Ruhr-Universität Bochum stattfand. In ihren Beiträgen zeigen die Autorinnen und Autoren, welche neuen Perspektiven die transkulturelle Öffnung des Fremdsprachenunterrichts der Kultur- und Literaturdidaktik sowie internationalen Begegnungs-, Austausch- und Theaterprojekten eröffnet. Sie leisten damit einen Beitrag zur theoretischen Fundierung und Etablierung des Forschungsfelds des transkulturellen Lernens.
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Raising Awareness for a Global World: Deborah Ellis’ Parvana’s Journey: Julia Hammer

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Julia Hammer

Abstract

Eine sich verändernde Gesellschaft stellt neue Ansprüche, insbesondere auch an die Schulen. Sie reklamiert aktuelle Bildungsinhalte und fordert unter den Postulaten der Gegenwartsbewältigung und Zukunftspropädeutik eine adäquate Umformung und Neuausrichtung. Im angelsächsischen Raum hat sich das Konzept der global education – zunächst im Kontext politischer Bildung und erziehungswissenschaftlicher Bezüge – entwickelt und ist mittlerweile auch im Englischunterricht fest verankert, denn besonders der Englischunterricht und die englische Sprache als lingua franca scheinen hierfür prädestiniert zu sein. Zu seiner literatur- und kulturphilosophischen und sprachlich-kommunikativen Komponente, die ihre Berechtigung beibehalten, treten Dimensionen sozialer, politischer, ökologischer sowie ökonomischer Bildung. Sie sollen Nachhaltigkeit, Solidarität und Frieden vermitteln. Im vorliegenden Beitrag werden die inter-, transkulturellen und globalen Ansätze des Fremdsprachenunterrichts diskutiert. Anhand von Deborah Ellis’ Parvana’s Journey wird ein konkretes, praxisorientiertes Beispiel zum globalen Lernen exemplarisch vorgestellt.

1Interkulturelles und transkulturelles Lernen

Der Englischunterricht umfasst traditionell mehr als die Vermittlung fremd-sprachiger Kompetenzen. Das Konzept des interkulturellen Lernens, das Anfang der 1980er Jahre im Fremdsprachenunterricht aufkam (‚Stuttgarter Thesen‘ der Robert-Bosch-Stiftung von 1982), löste einen regelrechten Boom aus.Die Idee der Beziehung, auf die beide Seiten zusteuern müssen, ist das Kriterium, das auch heute noch bei interkulturellen Begegnungen aktueller denn je erscheint und eine aktive Gestaltung des Miteinanderlebens mit der „Beziehungsqualität einer gegenseitigen Akzeptanz, Toleranz und Gleichwertigkeit der Kulturen“erlaubt (Fuchs 2007:33).

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