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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Blasons populaires im Dienste der Fremdenfeindlichkeit: Juraj Križanićs Gebrauch von Sprichwörtern und Redensarten in seiner Politika

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Wolfgang Eismann

1Wolfgang Mieder, blasons populaires und Vorurteile

Wolfgang Mieder hat sich viele Verdienste nicht nur als originärer Sprichwort- und Redensartenforscher erworben, sondern er hat auch in großem Maße dazu beigetragen, dass einige zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werke und Sammlungen vergangener Jahrhunderte wieder die verdiente Aufmerksamkeit in der Forschung gefunden haben. Eines der Werke, das sonst vielleicht der Vergessenheit anheimgefallen wäre, war die von Otto von Reinsberg-Düringsfeld erstellte Sammlung Internationale Titulaturen (1992 [1863]). Wolfgang Mieder hat dazu ein kenntnisreiches Vorwort geschrieben und ein entsprechendes Literaturverzeichnis erstellt. In seiner Einleitung betont er, dass bereits im Titel durch die Bezeichnung 'international' die komparatistische Ausrichtung der Sammlung deutlich geworden sei, da Sprichwörtersammlungen des Typs 'Das Volk X in Sprichwörtern und Redensarten' nur von begrenztem Wert seien, "denn bei solchen Beiträgen handelt es sich leider meist um auf fälschlichen Verallgemeinerungen und stereotypischen Vorurteilen beruhende Kompilationen zu einer angeblichen Volkscharakteristik" (1992 [1863]:12*–13*). Bei allem Lob für die Internationalität der Sammlung von Reinsberg-Düringsfeld, der mit dazu beiträgt, dass der Leser auch merkt, dass z.B. viele der für manche Nationen wenig schmeichelhaften Sprüche sich "auf andere Völker übertragen lassen" und dass "in solchen Sprüchen allgemein menschliche Charaktereigenschaften bezeichnet" werden, "die nicht an einen bestimmten Volkscharakter gebunden sind", verschweigt Wolfgang Mieder dennoch nicht, dass selbst Reinsberg-Düringsfeld in seinen Aussagen über Juden und Zigeuner "unmenschlichen Vorurteilen" folgt (1992 [1863]:17*). Seine Sammlung...

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