Show Less
Restricted access

«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
Show Summary Details
Restricted access

"Както гласи народната мъдрост": Sprichwortmarker im Bulgarischen nationalen Korpus

Extract

"Кактогласи народната мъдрост":1 Sprichwortmarker im Bulgarischen nationalen Korpus

Hrisztalina Hrisztova-Gotthardt

Einleitung und Zielsetzung

In der Linguistik definiert man Sprichwörter traditionell als "in sich geschlossene Sätze, die durch kein lexikalisches Element an den Kontext angeschlossen werden müssen" (Burger, 32007 [11998]:108). Allerdings ist in dieser Aussage 'müssen' das Schlüsselwort. Wie parömiologisch ausgerichtete Untersuchungen bereits gezeigt haben, können Sprichwörter zwar auch isoliert verwendet werden, ohne explizit eingeleitet oder markiert zu sein, werden jedoch des Öfteren mithilfe von unterschiedlichen sprachlichen Mitteln an den umgebenden Text angebunden. Zur Bezeichnung dieser kontextuellen Einbindungselemente hat Peter Ďurčo den Terminus 'parömiologische Konnektoren' eingeführt. Er versteht darunter jene textuellen Elemente, die das Sprichwort im Textrahmen begleiten und es in die konkrete Situation einbetten (s. 2002). Gulnas Umurova führt die These von Ďurčo weiter aus und belegt anhand einer breit angelegten Analyse deutscher Texte, dass Sprichwortäußerungen tatsächlich ein stabiles konnektoriales Umfeld von lexikalischen und syntaktischen Mitteln zur Verfügung steht (vgl. 2005).

In ihrem Aufsatz aus dem Jahr 2012 weist Kathrin Steyer darauf hin, dass die Kenntnis dieser parömiologischen Konnektoren bei der Ermittlung von noch nicht als fest oder usuell angesehenen Sprichwörtern in einem Korpus von großem Nutzen sein kann. Dabei denkt sie in erster Linie an die sogenannten 'Sprichwortmarker' wie bekanntlich, bekanntermaßen usw., die zum einen die Parömie an den Kontext anschließen und zum anderen sie ausdrücklich als solche...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.