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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Sprichwörter in einem allgemeinen elektronischen Wörterbuch: Theoretische und methodische Überlegungen anhand deutsch-slowenischer Sprachdaten in mehrsprachigen Online-Wörterbüchern von PONS

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Vida Jesenšek

1Einleitung

Die lexikografische Erfassung von (deutschen) Sprichwörtern (SW) in neueren allgemeinen ein- und zweisprachigen sowie speziellen phraseologischen Wörterbüchern wurde bisher in mehreren kritisch-analytischen bzw. theoretisch-methodischen Arbeiten erörtert, vgl. v.a. Grzybek (1984 & 1992), Mieder (1984 & 1986 & 1989 & 1999 & 2003), Wotjak und Dobrovol'skij (1996), Kispál (1999a & 1999b & 2000 & 2007), Korhonen (2004 & 2009 & 2011), Albertsson und Korhonen (2004). Die Autoren verweisen auf identische oder zumindest vergleichbare makro- und mikrostrukturelle Problembereiche, die meines Wissens bis dato weitgehend noch nicht behoben werden konnten.

Als lexikografietheoretisch zu wenig reflektiert und methodisch-methodologisch fraglich gilt in vielen Fällen die äußere Selektion; unbekannt bzw. schwer nachvollziehbar sind also das jeweilige SW-Verständnis und Kriterien für die Auswahl der SW für das jeweilig analysierte Wörterbuch. Die wichtigste Beobachtung dazu ist, dass deutliche Zusammenhänge zwischen der SW-Auswahl und den anvisierten Zielen eines jeden Wörterbuchs meist nicht identifizierbar sind und ebenso, dass die erfassten SW eher ausnahmsweise den aktuellen (deutschen) SW-Gebrauch widerspiegeln.1 Wie Korhonen (2004 & 2009) anhand der Daten aus den deutsch-schwedischen bzw. deutsch-finnischen Wörterbüchern feststellt, trägt auch die Existenz anderssprachiger strukturidentischer SW-Äquivalente nicht unbedingt dazu bei, solche SW in einem zweisprachigen Wörterbuch systematisch zu erfassen. So kann dieser Aspekt der bisherigen lexikografischen Erfassung von SW als theoretisch-methodisch unzulänglich betrachtet werden. – Zu einem weiteren Problembereich zählt die Lemmatisierung, d.h. die Festlegung...

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