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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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"Jedes Sprichwort muss einen Zipfel haben, wo man's anfasst": Ein Sprich-WORT-Spiel für Wolfgang Mieder

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Andreas Nolte

Für eine Festschrift zu Wolfgang Mieders 70. Geburtstag einen Beitrag verfassen zu dürfen, ist natürlich eine große Ehre! Man ist erstaunt, wenn man sich diese Zahl einmal vor Augen führt, weil weder sein Aussehen noch seine Geisteskraft – und schon gar nicht seine Energie! – auch nur annähernd dieses Alter vermuten lassen. Als ehemaliger Student, bisweilen Mitautor und steter Bewunderer, freue ich mich natürlich sehr darüber, zu diesem besonderen Anlass etwas für den Freund schreiben zu dürfen. Damit sieht man sich aber zugleich auch vor ein Problem gestellt: Was soll man denn schreiben zu einem Thema, über das dieser weltweit renommierte Experte bereits selbst alles gesagt zu haben scheint? Welches geläufige Sprichwort ist denn noch nicht von ihm eingehend untersucht und in all seinen Varianten und Verwendungsmöglichkeiten beschrieben worden? Die bekanntesten Sprichwörter und deren Bedeutung für Literatur, Musik, Kunst im Allgemeinen, Medien und Karikaturen – all dies ist, so scheint mir, ja bereits in seinen Arbeiten erfasst worden. Selbst noch etwas Neues dazu beitragen zu wollen, würde wohl heißen, die sprichwörtlichen Eulen (zu ihm) nach Vermont tragen.

Das formelsprachliche Feld, das Wolfgang Mieder in so unermüdlichem Eifer über Jahrzehnte hinweg beackert hat wie kein zweiter, scheint also bestens bestellt zu sein. Die Suche nach tatsächlich neuen Inhalten gestaltet sich daher eher als schwierig, aber eine neue Form mag denkbar sein. Denn wie schreibt er selbst seine...

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