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«Bis dat, qui cito dat»

«Gegengabe» in Paremiology, Folklore, Language, and Literature – Honoring Wolfgang Mieder on His Seventieth Birthday

Edited By Christian Grandl and Kevin J. McKenna

Bis dat, qui cito dat – never has a proverb more aptly applied to an individual than does this Medieval Latin saying to Wolfgang Mieder. «He gives twice who gives quickly» captures the essence of his entire career, his professional as well as personal life. As a Gegengabe, this international festschrift honors Wolfgang Mieder on the occasion of his seventieth birthday for his contributions to world scholarship and his kindness, generosity, and philanthropy. Seventy-one friends and colleagues from around the world have contributed sixty-six essays in six languages to this volume, representative of the scope and breadth of his impressive scholarship in paremiology, folklore, language, and literature. This gift in return provides new insights from acknowledged experts from various fields of research.
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Medizin Ein-Satz-weise: Gedankliches über Beweg-Gründe und das Entstehen sprichwörtlich-aphoristischer Gedanken beim Gehen

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Gerhard Uhlenbruck

"Sportliches und geistiges Bewegungstraining machen dem Immunsystem Beine, öffnen Wege für neue Gedankengänge und bringen das Gehirn laufend auf Trab" (G.U.).

Das vorangestellte Motto beruht nicht zuletzt auch auf eigenen Untersuchungen und Erfahrungen als Immunbiologe, Läufer und Aphoristiker. Was motiviert und verleitet einen eigentlich dazu, sich als Arzt und Immunologe mit Aphorismen und Sprichwörtern zu beschäftigen, also mit gesundheits-motivierenden, erkenntnisfördernden, sinnsuchenden und motivierenden Sprüchen? Und wie kommt man dazu, eigene zu formulieren und aufzuschreiben? Vielleicht könnte man spontan antworten: Der Begriff 'Aphorismus' stammt ja bekanntlich vom Urvater aller Ärzte, dem berühmten Griechen Hippokrates (ca. 460–370 v.Chr.), der als erster Heilkundiger solche Heilsätze (zum ersten Mal 1778 ins Deutsche übersetzt) zum Wohlergehen seiner Mitmenschen verfasst hat. Das ist aus damaliger Sicht verständlich, denn es gab noch nicht diese Fülle an Medikamenten, sondern nur das, was man heute unter Naturheilverfahren subsumieren würde, und viele gutbegründete Ratschläge einer Erfahrungsmedizin. Da dem Arzt heute immer weniger Zeit für ausführliche Gespräche zur Verfügung steht, gewinnen die über die verschiedenen Medien vermittelten gesundheitlichen Empfehlungen zunehmend an Bedeutung. Und so erlebt auch der sprichwörtliche Aphorismus eine Renaissance, nicht zuletzt deshalb, weil er sich als geistreich formulierte Lebensregel, aber auch als witziger Werbeträger, ähnlich wie ein Sprichwort, eignet, um auf gesundheitliches Fehlverhalten kurz und prägnant hinzuweisen. Manches Sprichwort wird dabei zum Aphorismus geadelt und umgekehrt!

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