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Ein «jüdisches» Mäzenatentum für moderne französische Kunst?

Das Fallbeispiel der Nationalgalerie im Berlin der wilhelminischen Ära (1882–1911) – Eine kultur- und sozialhistorische Studie

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Johanna Heinen

Im Jahre 1896 erwarb die Nationalgalerie in Berlin als erstes Museum einer europäischen Metropole – noch vor Paris – Werke der französischen Impressionisten. Ihr Direktor Hugo von Tschudi setzte sich damit bis zu seiner Demission 1909 über die wilhelminische Kunstdoktrin wie auch die deutsch-französische «Erbfeindschaft» hinweg. Die Motive der Mäzene, die diese Werke stifteten, blieben bislang weitgehend unerforscht. Diese interdisziplinäre Studie zeigt neue Erklärungsmuster für das Kunstmäzenatentum im wilhelminischen Berlin auf. Die Autorin dekonstruiert überzeugend bisherige Thesen, die sich vor allem auf die jüdische Herkunft der Mäzene und ein oppositionell gesinntes Bürgertum beriefen.
Diese Studie wurde mit dem Dissertationspreis der Deutsch-Französischen Hochschule ausgezeichnet.
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III. Die Mäzene anderer ausländischer Kunstwerke

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Teil III: Die Mäzene anderer ausländischer Kunstwerke der Nationalgalerie zur Amtszeit Tschudi

1. Alfred Beit

Geb. 15.2.1853 in Hamburg, gest. 16.7.1906 auf Landsitz in Tewin Water/Hert-fordshire/England. Grab in Tewin Water, auf Grabstein steht: „Write me as one that loved his fellow men”.

Mäzenatentum ausländischer Kunst für die Nationalgalerie in der Ära Tschudi

Honoré Daumier, Don Quichotte und Sancho Panza (Ölmalerei, um 1866): Ankauf durch Tschudi 1905 von The Dutch Gallery, London für 500 Lire, aus Geschenkefonds bezahlt. 1906 Antragstellung u. Genehmigung, Wert 12.000 M. Ein Stifter: Alfred Beit, London.

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