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Die Genehmigung der Durchführung von Großraum- und Schwertransporten

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Adolf Rebler

Großraum- und Schwertransporte haben eine große Bedeutung für die Wirtschaft. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes stellen sie aber auch Anforderungen an das Straßennetz, die weit über das normale Maß hinausgehen. Damit solche Transporte dennoch gefahrlos und mit möglichst geringen Behinderungen für den übrigen Verkehr abgewickelt werden können, ist ein komplexes Verwaltungsverfahren vorgesehen, das Fahrzeug und Ladung hinsichtlich des Fahrtweges einer aufwändigen Prüfung unterzieht und das die Erteilung oder Versagung von Ausnahmegenehmigungen oder Erlaubnissen zum Ergebnis hat. Gesetzliche Grundlagen für diese Gestattungen finden sich in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und in den Straßengesetzen. Die Studie begleitet einen Transport rechtlich von der Antragstellung bis zu seinem Ziel. Behandelt werden auch Art und Rechtsnatur von Nebenbestimmungen in den Erlaubnisbescheiden, Fragen der Absicherung und Begleitung und des Rechtsschutzes.
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V. Der konkrete Fall: Transport von Bauteilen für eine Windkraftanlage

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Das Genehmigungsverfahren und die materiellen Verwaltungsentscheidungen sollen im Folgenden sukzessive anhand eines konkreten Falles dargestellt werden. Es handelt sich um eine Fahrzeugkombination, die zum Transport eines Bauteils für eine Windkraftanlage eingesetzt wurde. Für den Transport des Bauteiles wurden eine 3-achsige Sattelzugmaschine, ein Zwischenanhänger und ein Nachläufer verwendet. Es handelt sich hier um eine „Zwitterkonstruktion“: Zugfahrzeug und Zwischenanhänger bilden ein Sattel-Kfz, Sattel-Kfz und Nachläufer bilden einen Zug. Der Zwischenanhänger wurde eingefügt, um das Gewicht der Ladung, die bei einer reinen Nachläufer-Konstruktion nur auf Nachläufer und Zugfahrzeug verteilt wäre, über die zusätzlichen Achsen des Zwischenanhängers abzupuffern.



← 35 | 36 → Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um eine Kombination aus einem Sattel-Kfz und einem Zug: das Zugfahrzeug (der Lkw) und der 3-achsige Zwischenanhänger bilden zusammen ein Sattel-Kfz, durch Hinzufügen des 5-Achs-Nachläufers entsteht ein Lkw-Zug. Insgesamt gilt die Fahrzeugkombination als Zug nach § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 StVZO.



← 36 | 37 → Das Fahrzeug weist vor allem folgende Besonderheiten auf:

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