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Religiöse Bildung als Weg

Selbstfindung in einer Welt der kulturellen Vielfalt- Einführung in eine Theologie des Weges

Peter Graf

Der Autor konzipiert «Interreligiöse Religionspädagogik» auf interdisziplinären Grundlagen. Sein Konzept bezieht sich auf das Verhältnis zur deutschen Minderheit der Muslime. Es bietet zugleich Raum für den allgemeinen interreligiösen Dialog. Die Grundlagen stammen aus der Sozialisationsforschung sowie der Anthropologie von Martin Buber. Erkenntnistheoretisch folgt die Studie wichtigen Positionen der Kognitionspsychologie und Naturwissenschaften. Damit schafft sie ein religiöses Bewusstsein für individuelle Selbstfindung im Glauben und befähigt, religiöse Differenzen konstruktiv zu verarbeiten. Dieses Konzept mündet in einer Theologie des Weges, die im religiösen Leben (Mystik, Meditation, Tao) seit jeher eine große Rolle spielte und für den zukünftigen interreligiösen Dialog entscheidend sein wird.
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Vorwort

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Interreligiöse Religionspädagogik in Zeiten des interkulturellen Konflikts zu konzipieren, stellt ein fachliches Wagnis dar. Dennoch muss jungen Menschen eine Antwort darauf gegeben werden, welche Wege des Glaubens sie in einer Welt der kulturellen Vielfalt beschreiten können, die aus der interreligiösen Konfrontation herausführen. Gleichzeitig soll religiöse Bildung sie befähigen, ihre eigene religiöse Identität zu finden. Meine Konzeption hierzu gründet auf einer interdisziplinären Analyse von Grundpositionen der Sozialpsychologie, der Anthropologie und Kognitionspsychologie, denen allgemeine Bedeutung für die Entwicklung junger Menschen zukommt. Daraus leite ich eine Perspektive für religiöse Bildung ab, in deren Mitte junge Menschen als Schüler stehen, die sich auf ihrem Weg in eine Welt der kulturellen Vielfalt befinden. Ihr religiöses Selbst in der Begegnung mit anderen zu entfalten ist eine grundlegende Aufgabe der Interreligiösen Religionspädagogik. Religion zu lernen heißt für Schüler, in einen Weg des Glaubens einzutreten, den sie in Achtsamkeit für ihre Gleichaltrigen und im Austausch mit dem Weltwissen beschreiten, das sie in anderen Fächern erfahren. In diesem erweiterten Horizont hat religiöse Bildung hat die Aufgabe, Schüler zu befähigen, individuell die Wahl ihrer religiösen Orientierung zu treffen und sich selbst auf den Weg des Glaubens zu begeben. In dieser Perspektive mündet meine Studie in eine Theologie des Weges, die in vielen Religionen — so im Tao asiatischer Lehren – von hoher Bedeutung ist. Ihr kommt eine wichtige Rolle für interreligi...

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