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Kindgemäß und literarisch wertvoll

Untersuchungen zur Theorie des "guten Jugendbuchs</I> – Anna Krüger, Richard Bamberger, Karl Ernst Maier

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Sonja Müller

Der dominante literaturtheoretische und -pädagogische Diskurs in Westdeutschland und Österreich der 1950er und 1960er Jahre zielte auf eine Festlegung dessen ab, was unter einem guten Jugendbuch zu verstehen sei. Die fachgeschichtliche Studie sucht die Argumentationen der wichtigsten Theoretiker des guten Jugendbuchs, Anna Krüger, Richard Bamberger, Karl Ernst Maier, nachzuzeichnen. Daneben kommen weitere Literaturpädagogen der Zeit mit ihren teils konservativen, teils progressiven Positionen zur Sprache. Die Auseinandersetzung mit den Kinderliteraturkonzepten dieser Epoche stellt sich als in vielerlei Hinsicht gewinnbringend für die aktuelle Theoriebildung heraus.
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5. Kapitel: Karl Ernst Maier: Rückkehr pädagogischer Aspekte

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Karl Ernst Maier391 wurde am 08.12.1920 in Bruck in der Oberpfalz geboren. 1940 machte er in Regensburg Abitur und begann – nach fünf Jahren im Kriegsdienst – 1945 ein Studium zum Volksschullehrer, das er 1946 mit der Ersten und 1950 mit der Zweiten Lehrerprüfung abschloss. Bis 1955 unterrichtete Maier in Regensburg und in München an verschiedenen Schulen und studierte zeitgleich Pädagogik, Psychologie, Anthropologie und Germanistik an der Universität München. Er beendete das Universitätsstudium 1955 mit einer Dissertation über Das arme Kind. Eine pädagogisch-psychologische Untersuchung über die Auswirkungen materieller Armut auf das Volksschulkind der Großstadt. Anschließend lehrte er zunächst als Studienrat, dann als Studiendirektor in der Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Regensburg in den Bereichen Allgemeine und historische Pädagogik und Jugendschrifttumskunde und –pflege. (vgl. Sahr 2001, S. 2) 1967 erwarb er durch seine Habilitation an der Philosophischen Fakultät der Universität Salzburg die venia legendi.392 Danach war Maier Dozent an der Universität Salzburg und ab Anfang der 1970er Jahre Professor für Pädagogik an der Universität Regensburg. Zu seinen Lehrgebieten gehörte die Didaktik des Deutschunterrichts. (vgl. Sahr 2001, S. 2ff) Maier ist um einige Jahre jüngerer als Anna Krüger und Richard Bamberger und weist ← 233 | 234 → eine klassische universitäre Laufbahn auf. Mit Krüger und Bamberger verbindet Maier eine Hochschulkarriere, der eine (Volksschul-) Lehrerausbildung und praktische Erfahrungen durch eigene Unterrichtstätigkeit vorausging. Doch wählte Maier nicht Germanistik oder Anglistik als Studien-...

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