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Märchen, Mythen und Moderne

200 Jahre «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm – Teil 1 und 2

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Claudia Brinker-von der Heyde, Holger Ehrhardt and Hans-Heino Ewers

Im Dezember 2012 jährte sich zum 200. Mal das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen. Dieses Jubiläum nahm die Universität Kassel zum Anlass, einen internationalen Kongress mit dem Titel Märchen, Mythen und Moderne. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zu veranstalten. Die vorliegenden Kongressbeiträge nähern sich dem populärsten Werk der Brüder Grimm sowohl literatur- und sprachwissenschaftlich als auch aus Sicht der Kinder- und Jugendliteratur, Psychologie und Pädagogik, Medienwissenschaft und interkulturellen Rezeptionsforschung. Über die Märchen hinaus finden sich Studien zum philologischen, lexikographischen, mythologischen und rechtshistorischen Werk der Brüder Grimm.
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Zur Geschichte der Illustrationen der Kinder- und Hausmärchen in Japan um 1900: Hiroko Nishiguchi

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Hiroko Nishiguchi

Zur Geschichte der Illustrationen der Kinder- und Hausmärchen in Japan um 1900

Die Rezeption der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm in Japan wurde in der Forschung bereits umfassend untersucht, und die Ergebnisse in englischer sowie deutscher Sprache veröffentlicht. Dabei standen vor allem die Texte im Mittelpunkt, während die Illustrationen meistens nicht thematisiert wurden, obwohl gerade sie signifikante Merkmale aufweisen, die das rezeptionsgeschichtliche und rezeptionsästhetische Potenzial der Texte erhellen.

Die ersten Veröffentlichungen der KHM in Japan erschienen aufgrund des damals geltenden Verbots, Fremdsprachen zu lernen, erst Ende des 19. Jahrhunderts.1 Inzwischen sind die Märchen der Brüder Grimm in Japan so populär, dass zahlreiche Übersetzungen existieren. Nicht nur die erste und die letzte Auflage (1812/1815 und 1857), sondern auch die handschriftliche Urfassung (1810) sowie die zweite Auflage (1819) sind ins Japanische übertragen worden. Neben den vollständigen Ausgaben mit den originalgetreuen Übersetzungen findet man Auswahlausgaben für Kinder mit verkürzten und modifizierten Texten. Diese wurden mit unterschiedlichstem Bildmaterial versehen.

Im Folgenden wird versucht, die Rezeptionsgeschichte der KHM anhand der Illustrationen möglichst umfassend darzustellen, wobei der Zeitraum auf die Zeit um 1900 beschränkt werden soll, da um diese Zeit die interessantesten bildlichen Darstellungen geschaffen wurden.

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