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Märchen, Mythen und Moderne

200 Jahre «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm – Teil 1 und 2

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Claudia Brinker-von der Heyde, Holger Ehrhardt and Hans-Heino Ewers

Im Dezember 2012 jährte sich zum 200. Mal das Erscheinen der Kinder- und Hausmärchen. Dieses Jubiläum nahm die Universität Kassel zum Anlass, einen internationalen Kongress mit dem Titel Märchen, Mythen und Moderne. 200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zu veranstalten. Die vorliegenden Kongressbeiträge nähern sich dem populärsten Werk der Brüder Grimm sowohl literatur- und sprachwissenschaftlich als auch aus Sicht der Kinder- und Jugendliteratur, Psychologie und Pädagogik, Medienwissenschaft und interkulturellen Rezeptionsforschung. Über die Märchen hinaus finden sich Studien zum philologischen, lexikographischen, mythologischen und rechtshistorischen Werk der Brüder Grimm.
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Grimm’sche Topoi und deren Umwandlungen in ausgewählten Werken zeitgenössischer portugiesischer Kinderbuchautoren: Gabriela Fragoso

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Gabriela Fragoso

Grimm’sche Topoi und deren Umwandlungen in ausgewählten Werken zeitgenössischer portugiesischer Kinderbuchautoren

Die Kinder- und Hausmärchen haben sich seit jeher tief in die portugiesische Volksseele eingegraben: Angefangen von Rotkäppchen (Capuchinho Vermelho), Hänsel und Gretel (A casinha de chocolate), Sneewittchen (Branca de Neve) bis hin zu Aschenputtel (A Gata Borralheira) und Dornröschen (A Bela Adormecida) kennen alle portugiesischen Kinder die Märchenwelt der Brüder Grimm. In Anbetracht des bis weit in die Sechzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts hineinreichenden französischen Einflusses auf die portugiesische Kultur darf allerdings die Märchensammlung Histoires ou contes du temps passé (1697) von Charles Perrault nicht unberücksichtigt bleiben. Wann immer es um Märchen geht, werden beide Quellen im gleichen Atemzug genannt und regen nach wie vor die Fantasie von Autoren und Kindern an.

Heutzutage findet man eine reichhaltige literarische Bearbeitung sowohl der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm wie auch der Contes von Charles Perrault. Hierbei handelt es sich nicht um wortgetreue Übersetzungen der ursprünglichen Texte, sondern vielmehr um Kurzfassungen. Eine Ausnahme bildet die erste vollständige Studienausgabe der KHM auf portugiesisch, die 2012 in einer dreibändigen Ausgabe erschienen ist,1 allerdings ist sie eher für ein Fachpublikum gedacht als für Kinder. So bleibt den portugiesischen Kindern und deren Erziehern, die sich mit dem Märchenschatz der Brüder Grimm und Perrault beschäftigen wollen, nur der Rückgriff auf die Kurzfassungen. Leider sind diese...

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