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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Ralf Glitza: Globalisierung – Über die Notwendigkeit interkulturell-interdisziplinärer Wissenschaften

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Ralf Glitza (Bochum/Osnabrück)

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern sich einzelwissenschaftsorientierte, medial geprägte oder landläufig wiederkehrende Charakterisierungen der Globalisierung als Fundament wissenschaftlicher Definitionen des Globalisierungsbegriffs eignen. Sowohl die Globalisierung in ihrem Reichtum an Facetten und Perspektiven als auch ihre häufig nicht klar umgrenzte begriffliche Bestimmung – so wird gezeigt – ist nur im Kontext „querdisziplinärer“ Wissenschafts- und Dialogkultur adäquat fassbar.

1. Der Begriff der Globalisierung

„Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt“, so lautete das Rahmenthema des Humboldt-Symposions, aus dessen Beiträgen der vorliegende Band hervorgegangen ist und dessen Anliegen es war, den vielleicht „tollkühnen“ Versuch zu unternehmen, zwei den Inhalten, aber auch Methoden nach so verschiedene Fachwissenschaften wie die Germanistik und die Ökonomie thematisch zusammenzuführen: Dass die Erforschung von Kommunikation, Sprache und Verständigung einen zentralen Forschungsgegenstand der Linguistik bildet, scheint evident. Wie aber ist das vieldiskutierte Phänomen der Globalisierung unter germanistischen Gesichtspunkten zu fassen? In den folgenden Ausführungen werde ich mich einerseits dem Begriff der Globalisierung aus kritischer Distanz nähern, andererseits aus ihm die Notwendigkeit des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) – als dessen Hochschuldidaktik-Repräsentant ich in der Volksrepublik China Wissenschaftsaustausch zu verantworten hatte – geförderten und vorangetriebenen Wissenschaftsdiskurses herleiten. So werde ich u.a. der Frage nachgehen, ob die landläufige Art und Weise, sich die Welt als globalisiert vorzustellen und als solche zu artikulieren,...

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